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Die Kunstvermittlerin Hanna Bekker vom Rath

Die Anfänge des Frankfurter Kunstkabinetts Hanna Bekker vom Rath- 2., überarbeitete Auflage

Ulrike Fuchs

Das Buch behandelt einen Ausschnitt aus dem Leben der Hanna Bekker vom Rath, die eine herausragende Persönlichkeit des kulturellen Nachkriegsdeutschlands und brillante Kunstvermittlerin war und mit ihrem Frankfurter Kunstkabinett und in ihrem legendären blauen Haus in Hofheim am Taunus Geschichte schrieb. Die für ihre Zeit überaus emanzipierte Art, mit der Hanna Bekker vom Rath den Repressalien des nationalsozialistischen Kunstdiktates trotzte und sich für die als entartet gebrandmarkte, expressionistische Kunst auch über den Krieg hinaus einsetzte, brachte die Autorin innerhalb ihrer journalistischen Tätigkeit auf die Spuren dieser couragierten Frau.
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15 Erich Heckel

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Der Maler und Graphiker Erich Heckel hatte spätestens ab 1916 in regelmäßigen Abständen im avantgardistischen Kunstsalon Ludwig Schames am Frankfurter Opernplatz 10 ausgestellt. Schon vor dem Ersten Weltkrieg zeigte der Kunsthändler Ludwig Schames die damals noch wenig anerkannten Künstler des Expressionismus: Ernst Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff und eben auch Erich Heckel und verhalf ihnen dadurch in Frankfurt zu einigen Sammlern. Zu diesen gehörte neben verschiedenen jüdischen Mäzenen, wie dem Sammlerehepaar Rosy und Ludwig Fischer161 auch der Chemiker Dr. Carl Hagemann. In beiden Sammlungen waren schon vor dem Zweiten Weltkrieg Arbeiten von Erich Heckel vertreten.

Auch Hanna Bekker vom Rath war regelmäßig zu den Ausstellungen in die Galerie Ludwig Schames am Opernplatz/Börsenplatz gekommen, sah sich sowohl als Sammlerin als auch als Künstlerin mit dem avantgardistischen Kunsthändler verbunden. Sicher hatte Ludwig Schames sie in ihrer Sammlertätigkeit unterstützt und gefördert. Ob sie bei ihm auch Arbeiten von Erich Heckel erworben hat, ist nicht bekannt, sicher jedoch kein Ölbild.

Es ist bezeichnend, dass Hanna Bekker nach dem Zweiten Weltkrieg ausgerechnet ein Gemälde Erich Heckels erwarb, die „Maske vor Buschbockfell“, aus dem Jahr 1913, das die Sammler Ludwig und Rosy Fischer, Frankfurt, zu Beginn der 20er Jahre erworben hatten162 und das dadurch über die Galerie Möller, Berlin, und Dr. Tannenbaum, New York, nach Frankfurt zurückkam.163

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