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Im Garten der Texte

Vorträge und Aufsätze zur italienischen Literatur

Series:

Hans Felten

Edited By Franziska Andraschik

Der vorliegende Band umfasst fünfzehn Arbeiten des Aachener Romanisten Hans Felten. Mit unterschiedlichen Fragestellungen und Methoden betrachtet er die italienische Literatur- und Kulturgeschichte. Das Spektrum reicht von der klassischen geistes- und theologiegeschichtlich orientierten Lectura Dantis über intertextuelle und metafiktionale Untersuchungen am Beispiel der Vita Alfieris, über Diskursanalysen von Da Pontes Don Giovanni und die lettura plurale eines Calvino-Textes bis hin zu intertextuellen Untersuchungen von Tabucchis Erzählungen und der Skizze einer lettura «gender» am Beispiel eines historischen Romans einer zeitgenössischen sizilianischen Autorin.
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“Sogni e favole io fingo” – interkulturelles Schreiben bei Pietro Metastasio

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“Sogni e favole io fingo” – interkulturelles Schreiben bei Pietro Metastasio

Wer in Wien von Pietro Metastasio, dem Poeta Cesario unter Karl VI., Maria Theresia und Josef II. sprechen will, der handelt sich leicht den Vorwurf der Naivität ein, den Vorwurf, Eulen nach Athen tragen zu wollen. Und dies nicht nur, weil Pietro Metastasio mehr als ein halbes Jahrhundert in Wien gelebt und gearbeitet hat, sondern auch weil sein Werk und ebenso die Libretto-Literatur des 18. Jahrhunderts allgemein bevorzugte Forschungsfelder Wiener Romanisten sind. Ich erinnere nur an die einschlägigen Arbeiten von Erika Kanduth, Manuela Hager, Alfred Noe oder an den im Jahre 2000 von Andrea Sommer-Mathis und Elisabeth Theresia Hilscher herausgegebenen Sammelband mit dem programmatischen Titel Pietro Metastasio uomo universale.1 Wenn man Wien ein Zentrum der Libretto-Forschung nennen darf, dann wäre im deutschen Sprachraum auch noch Albert Gier mit seinem Bamberger Zentrum für Libretto-Forschung zu erwähnen. Und das wäre es wohl auch schon, denn die Libretti im Besonderen und die italienische Literatur des Settecento im Allgemeinen stehen, so kann man wohl behaupten, nicht gerade im Zentrum des Interesses der deutschsprachigen Romanisten, wenngleich wir nicht soweit gehen wollen wie Reinhart Meyer, der in seiner Besprechung des von Claudio Sartori erarbeiteten Katalogs der gedruckten Libretti italiani vor wenigen Jahren noch apodiktisch konstatieren konnte: „Das Libretto ist ein von den Philologen und Interpreten längst aufgegebenes oder nie in Besitz genommenes Genre“2. Die Verhältnisse scheinen sich indes zu bessern. Nennen wir nur ein Beispiel:...

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