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Im Garten der Texte

Vorträge und Aufsätze zur italienischen Literatur

Series:

Hans Felten

Edited By Franziska Andraschik

Der vorliegende Band umfasst fünfzehn Arbeiten des Aachener Romanisten Hans Felten. Mit unterschiedlichen Fragestellungen und Methoden betrachtet er die italienische Literatur- und Kulturgeschichte. Das Spektrum reicht von der klassischen geistes- und theologiegeschichtlich orientierten Lectura Dantis über intertextuelle und metafiktionale Untersuchungen am Beispiel der Vita Alfieris, über Diskursanalysen von Da Pontes Don Giovanni und die lettura plurale eines Calvino-Textes bis hin zu intertextuellen Untersuchungen von Tabucchis Erzählungen und der Skizze einer lettura «gender» am Beispiel eines historischen Romans einer zeitgenössischen sizilianischen Autorin.
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Antonio Tabucchi: Sogni di sogni. Künstlerträume in hybriden Diskursen

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Antonio Tabucchi: Sogni di sogni. Künstlerträume in hybriden Diskursen

E un’eco, un sogno, anzi del sogno un’ombra.

Torquato Tasso

Wenn wir Addisons Metapher [daß die menschliche Seele, wenn sie […] träumt, gleichzeitig Bühne, Schauspieler und Zuschauer ist] wörtlich nehmen, könnte uns das zu der gefährlich attraktiven These verführen, daß Träume die älteste und am meisten komplexe literarische Gattung sind.

Jorge Luis Borges

Von einem zeitgenössischen italienischen Erzähler möchte ich sprechen, den eine zu oberflächlichen Etikettierungen neigende italienische Kritik lange Zeit zu den sogenannten giovani scrittori rechnete: ein Sammelbegriff für italienische Erzähler, die in den frühen achtziger Jahren bekannt wurden, die vom Eco-Boom zunächst etwas in den Hintergrund gedrängt wurden und die inzwischen von der Kritik weit mehr geschätzt werden als Umberto Eco.1 Das Besondere an diesen giovani scrittori – und das haben sie mit Eco und auch mit dem späten Calvino gemein – ist, dass sie über die Grenzen Italiens weit hinaus blicken und sich an Materialien orientieren, wie sie ihnen die antike, die französische, die spanische, die portugiesische, die deutsche und natürlich auch die angelsächsische Kultur anbieten.

Souveräner und zugleich spielerischer Umgang mit Versatzstücken und Erzählmustern aus Höhenkamm- und Trivialliteratur, Produktion von Texten, die neben fiktionalen auch auf pikturale und kinematographische Diskurse rekurrieren, Präsentation einer Themenwelt, bei der Reise und Traum im...

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