Show Less
Restricted access

Männerdiskurse in der deutschen und polnischen Anzeigenwerbung von 1995 bis 2009

Eine diskurslinguistische Analyse

Series:

Barbara Baj

Die Autorin analysiert den Männerdiskurs in der deutschen und polnischen Anzeigenwerbung von 1995 bis 2009. Hinter den Werbepräsentationen steht ein bestimmtes Wissen über Männer, über das die Werbetreibenden als Diskursteilnehmer verfügen und welches sie bei der Textproduktion unter Berücksichtigung der absatzsteigernden Ziele einsetzen. Barbara Baj widmet sich der Aufdeckung des kulturellen Wissens der deutschen und polnischen Werbetreibenden mithilfe des diskurslinguistischen Ansatzes und mit besonderer Beachtung der Sprache-Bild-Verknüpfung.
Show Summary Details
Restricted access

2. Forschungsüberblick

Extract

← 16 | 17 → 2 Forschungsüberblick

Diskursanalytische Arbeiten fanden in der letzten Zeit ihren festen Platz in der Sprachwissenschaft und entwickelten sich innerhalb dieser Disziplin zu einem erfolgreichen neuen „Paradigma“ (Spitzmüller/Warnke 2011: 1). Damit etablierte sich eine neuartige Teildisziplin innerhalb der Linguistik, die als Weiterführung der Textlinguistik verstanden wird. In der textlinguistischen Forschung stellte man sich dagegen die Frage: „Brauchen wir einen neuen Textbegriff?“ (Fix 2002), was die Textlinguistik dann dazu veranlasste, sich ebenfalls mit diskurslinguistischen Fragen auseinanderzusetzen. Nun lässt sich in der Textlinguistik eine Entwicklung vom Text zum Diskurs verzeichnen. Vom besonderen Wert des Diskursansatzes zeugt auch das fortdauernde Interesse an dieser Auseinandersetzung in den textlinguistischen Arbeiten, die sich inzwischen ebenfalls mit dem Diskursbegriff und mit der Diskursanalyse beschäftigen und sie in ihre textlinguistische Betrachtungsweise integrieren (z. B. Heinemann/Heinemann 2002, Adamzik 2004, Janich 2008, Bilut-Homplewicz 2013 u. a.). In all diesen Betrachtungsweisen bleibt in Bezug auf das komplexe Phänomen „Sprache“ stets die Forderung, den sprachwissenschaftlichen Blick mehrdimensional ausrichten zu lassen (vgl. Schiewe 2009: 101).

Die diskurslinguistische Forschungsrichtung bleibt somit einerseits der Textlinguistik verpflichtet, andererseits integriert sie vorhandene Diskurstheorien. Die Diskurslinguistik ist dabei eine von vielen diskursanalytischen Disziplinen. Sie repräsentiert eine Form der Diskursanalyse mit spezifischen Erkenntnisinteressen, Konzepten und Methoden (vgl. Spitzmüller/Warnke 2011: 4). Gleichzeitig ist sie „kein homogenes sprachwissenschaftliches Programm“, sondern sie verbindet verschiedene Varianten, die auch unterschiedliche Erkenntnisinteressen erzielen (ebd.). Dadurch kann die Sprachwissenschaft den interessanten Zusammenhang zwischen Sprache, Gesellschaft und Wirklichkeit mit einem neuen Blick betrachten. Diskurslinguistische...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.