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Maritime Sicherheit – Moderne Piraterie

Hintergründe, Gefahren und mögliche Gegenmaßnahmen

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Edited By Moritz Brake

Dieses Buch geht über das allgemeine und akademische Interesse hinaus. Es richtet sich vor allem auch an Handelnde an Bord – in Marine und Handelsschifffahrt – sowie an Verantwortliche in Schifffahrtsunternehmen, Streitkräften, Behörden und Politik. Der betroffene Praktiker bekommt hier Einblick in Hintergründe und Handlungswissen zu moderner Piraterie – auch hinsichtlich des neuen deutschen Rechtsrahmens für den Einsatz privater bewaffneter Sicherheitsteams auf Seeschiffen. Hierbei erleichtert der interdisziplinäre Charakter der Beiträge den Zugang. Die Autoren suchen den Austausch jenseits der eigenen Fachexpertise. Ziel ist es, die bestehende Lücke in der praxisorientierten Betrachtung maritimer Sicherheit zu schließen.
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Kapitel 4.1: Einsatz eines Vessel Protection Detachment

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Editorial abstract: During the discussion regarding options to protect threatened merchant vessels from piracy, the call for official armed protection was the first to be raised. The main problem with this option was and still is: Availability of sufficient resources. Looking at a regular passage of above 20.000 ships per year in the Gulf of Aden alone, it appears highly unlikely that consistent protection could be organised by placing governmental forces on each threatened vessel. However, as one component among many, improving security gradually and in focussed employment on especially vulnerable ships – such as those delivering food-aid to Somalia – Vessel Portection Detachments successfully serve a valuable purpose.

4.1.1Allgemeines

Ein Vessel Protection Detachment (kurz VPD) stellt ein Schutzelement für seegehende Einheiten (zivil oder militärisch) in gefährdeten Gebieten dar. Eingesetzt durch ein Mandat des Bundestages unterliegt das VPD der staatlichen Kontrolle und den damit verbundenen Auflagen (Rules of Engagement). Diese Rules of Engagement stellen damit die Handlungsrichtlinien und vor allem Grenzen für den Einsatz jeglicher letaler und nicht-letaler Wirkmittel dar. Die operativ-taktische Bewertung (Gefährdungslage, materielle Ausrüstung, personelle Stärke) werden durch das Einsatzführungskommando in Verbindung mit den jeweiligen Truppenstellern (hier die Deutsche Marine, im speziellen das Seebataillon) erarbeitet. Die Führung obliegt aus deutscher Sicht dem Einsatzführungskommando, aus internationaler Sicht der jeweiligen multinationalen Einrichtung (bspw. EU, UN).

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