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Die beiden Faust-Dramen Goethes

Jochen Bertheau

Jochen Bertheau befasst sich mit Goethes wohl bekanntesten Werk, dem «Faust I». Der Dichter selbst bezeichnete seine Arbeit gelegentlich als Fragment und widersprüchlich in der Konzeption, verteidigte aber gegenüber kritischen Lesern wie Wieland oder Luden das Prinzip, in der Poesie gebe es keine Widersprüche. In Wahrheit schloss er in Italien zwei verschiedene Faust-Dramen fast ab: Im «Ur-Faust» wurde er stark vom Scharlatan Schrepfer, in der Faustoper vom barocken Schultheater 1786 in Regensburg beeinflusst – beides ist bisher nicht untersucht worden. Mit Hilfe der Paralipomena kann man Bertheau zufolge zwei ganz verschiedene Dramen herausschälen: eine Tragödie und eine Oper. Um aufführungsreife Texte zu gewinnen, nahm der Autor minimale weitere Ergänzungen vor. Neben der eingehenden Untersuchung zur Entstehung beider Dramen erforscht Bertheau auch die Funktion der beiden Nummernpläne.
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Bibliographie

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AdB = Allgemeine deutsche Biographie Bd.1-56, Berlin 1875-1912.

Bertheau = Bertheau, Jochen: Der Geist der Freude. Studien zu den Vorlagen, zur Textgestaltung und zu den Konzeptionen der Jugendwerke des „anderen“ Goethe. Frankfurt am Main u.a. 2012.

Binder = Binder, Wolfgang: Die Szene „…und was der ganzen Menschheit zugetheilt“. Gießen 1943.

Bode = Bode, Wilhelm: Der weimarische Musenhof. Berlin 1919.

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