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«Arisierung» von Privatbanken am Beispiel des Bankhauses E. J. Meyer in Berlin

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Maximilian Elsner von der

Das Buch behandelt die «Arisierung» von Banken in Deutschland während der Zeit des Nationalsozialismus. Anhand der Geschichte des Bankhauses E. J. Meyer werden soziale, ökonomische und rechtliche Rahmenbedingungen und Herausforderungen dargestellt – von der Privatbank und Mitgründerin der Deutschen Bank und des Bauunternehmens Philipp Holzmann über die Krisen zwischen den Weltkriegen, die Bankenkrise 1931, den Niedergang im Nationalsozialismus bis zur «Arisierung», nach der nochmals ein Inhaberwechsel zum Bankhaus Metzler aus Frankfurt erfolgte. AbschlieFrankfurt erfolgte. Abschließend wird auf Entschädigungs- und Restitutionsverfahren aufgrund erlittenen Unrechts im Dritten Reich eingegangen, die teilweise bis in die 1960er-Jahre dauerten und deren Ende die Anspruchsteller oft nicht erlebten.
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5.3 1942: erneuter Inhaberwechsel

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Nachdem Kurt Richter-Erdmann am 22.11.1941 mit nur 46 Jahren plötzlich verstorben war, benötigte die Witwe Eva Richter-Erdmann eine Bankierspersönlichkeit, welche die Geschäfte von E. J. Meyer als persönlich haftender Gesellschafter führen konnte, weil Sohn Max Richter-Erdmann zu der Zeit erst 18 Jahre alt war. Sie selbst konnte oder wollte nicht die Nachfolge antreten, wohl da dies zu der Zeit unüblich war und ihr auch die geschäftlichen Erfahrungen und Verbindungen fehlten.

Am 01.04.1942 hat eine Kommanditgesellschaft begonnen1539. Kommanditistin war Eva Richter-Erdmann mit einer Einlage von 700.000 RM und persönlich haftende Gesellschafter waren Albert von Metzler vom Bankhaus B. Metzler seel. Sohn & Co. in Frankfurt und Hans Wilhelm von Tümpling1540. Wie genau es zu dieser Konstellation kam, war nicht genau zu ermitteln.

Laut Auskunft des Sohnes von Hans von Flotow, jenes Vetters von Kurt Richter-Erdmann, der auch schon beim Eintritt Kurt Richter-Erdmanns in das Bankhaus E. J. Meyer unterstützt hatte, kannte Hans von Flotow auch Albert von Metzler und Hans Wilhelm von Tümpling. Da er als Sohn damals erst rund 18 Jahre alt gewesen sei, wisse nicht, ob sein Vater auch bei dem Eintritt von Metzler und Tümpling bei E. J. Meyer tätig geworden sei1541. Zumindest führte Flotow die Verhandlungen auf der Seite von E. J. Meyer1542 und war am 06.10.1945 Generalbevollmächtigter für E. J. Meyer, also für die persönlich haftenden Gesellschafter Hans Wilhelm von Tümpling und...

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