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Johann Julius Wilhelm Planck (1817–1900)

Leben und Werk

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Tanja Claussen

Der weltberühmte Wissenschaftler Max Planck wird in unzähligen Publikationen gewürdigt – ganz im Gegensatz zu seinem Vater. Mit diesem Buch stellt die Autorin einmal nicht den Physiker und Nobelpreisträger, sondern den Rechtswissenschaftler Johann Julius Wilhelm Planck in den Vordergrund, über dessen Biografie kaum Einzelheiten bekannt sind. Sie beleuchtet dabei die einzelnen Lebensstationen des zu den führenden Prozessrechtlern des 19. Jahrhunderts zählenden Juristen und analysiert eingehend seine juristischen Werke. Einbezogen wird dabei insbesondere die Geschichte der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel in der Mitte des 19. Jahrhunderts.
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A. Einleitung mit Kurzüberblick

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Max Planck, weltberühmt, Nobelpreisträger, ein wissenschaftliches Genie, Vater der Quantenphysik, unzählige Bücher und Aufsätze befassen sich mit dieser eindrucksvollen Persönlichkeit und dessen Werk. Doch erstaunlicherweise kennt kaum einer den Namen des Vaters dieses genialen Wissenschaftlers, geschweige denn nähere Einzelheiten über dessen Biografie. Dabei ist auch Johann Julius Wilhelm Planck wissenschaftlich sehr aktiv gewesen und wird zu den führenden Prozessrechtlern des 19. Jahrhunderts gezählt.5 Er soll ein ausgezeichneter Lehrer und Schriftsteller 6 sowie ein Experte auf dem Gebiet des Prozessrechts gewesen sein.7 Seine Lehrbücher zum Zivilprozessrecht sowie seine rechtshistorischen Arbeiten begleiteten viele Juristen des ausgehenden 19. Jahrhunderts durch Studium und Beruf. Zum Teil wird er auch als „Mitverfasser des BGB“ 8 genannt, was jedoch nicht nachzuweisen ist.

Neben seinem wissenschaftlichen Wirken, widmete Planck sich dem Professoren- und Richteramt und vereinte damit theoretische und praktische Tätigkeit. Zahlreiche Orden und Auszeichnungen zeugen von seiner Anerkennung in der Juristenwelt. Auch politisch war Planck zeitweise sehr engagiert und trat für seine Überzeugungen im Rahmen der Schleswig-Holstein-Frage hervor. Und doch geriet er nach seinem Tod weitestgehend in Vergessenheit.

Leben und Werk von Planck wurden bisher noch nicht umfassend untersucht. Eine Autobiografie existiert nicht und in der rechtshistorischen Literatur lassen sich kaum biografische Hinweise finden. Auch in den zahlreichen Publikationen über Max Planck wird dessen Vater zumeist nur mit wenigen kurzen Sätzen gewürdigt. Erst der Physiker Jost Lemmerich befasste sich in einem gehaltvollen Aufsatz im Rahmen der Veröffentlichungen...

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