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Sucht-, Betrugs- und Kriminalitätsgefährdungspotential von Glücksspielen

Beiträge zum Symposium 2013 der Forschungsstelle Glücksspiel

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Edited By Tilman Becker

Der Band versammelt die Beiträge zum Symposium 2013 der Forschungsstelle Glücksspiel. In den vergangenen Jahren waren der Glücksspielstaatsvertrag und seine Auswirkungen zentrale Themen der Tagung. 2013 jedoch lag der Schwerpunkt auf dem Sucht-, Betrugs- und Kriminalitätsgefährdungspotenzial von Glücksspielen. Die Aktualität und Brisanz dieses Themas wurde durch die kurz vor der Veranstaltung bekannt gewordenen Europol-Untersuchungen zum Wettskandal im Fußball unterstrichen, die ein ganz erstaunliches Ausmaß an Korruption zu Tage gefördert haben.
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Entwicklung und Umsetzung von Spielerschutzmaßnahmen im gewerblichen Automatenspiel

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Durch den ersten Glücksspieländerungsstaatsvertrag (GlüÄndStV) vom 01.07.12 wurde das gewerbliche Automatenspiel dem Glückspiel untergeordnet. Die Bundesländer wurden in diesem Rahmen angehalten, eine wirksame Suchtprävention sicherzustellen. Die Umsetzung erfolgte über den Erlass entsprechender Landesspielhallengesetze bzw. Ausführungsgesetze zum Ersten Glücksspieländerungsstaatsvertrag. Diese Gesetze verpflichten Anbieter von gewerblichem Automatenspiel im Hinblick auf den Spielerschutz dazu, Sozialkonzepte zu entwickeln, welche Maßnahmen zur Vorbeugung und Behebung von sozialschädlichen Auswirkungen des Glücksspiels beinhalten. Nachhaltig erfolgreichen Spielerschutz erfordert jedoch mehr als nur die Berücksichtigung der gesetzlichen Rahmenbedingungen. Insbesondere gilt es, drei Faktoren zu berücksichtigen und aufeinander abzustimmen: Die Bedürfnisse der betroffenen Kunden, die Erfordernisse der Organisation und die Anforderungen an die einzelnen Mitarbeiter. Die Bedürfnisse der Kunden variieren mit deren Spielverhalten: Gelegenheitsspieler benötigen Wissen über einen angemessenen Umgang mit Glücksspiel, potentielle Gefahren des Spielens und die realistischen Chancen von Gewinn und Verlust. Dies ermöglicht ihnen eine informierte Entscheidung für das Glücksspiel und beugt im Sinne der universellen Prävention der Entwicklung problematischen Spielverhaltens vor. Kunden, die bereits ein problematisches Spielverhalten aufweisen, benötigen darüber hinaus Unterstützung im kompetenten Umgang mit dem Glücksspiel, um die Entwicklung eines pathologischen Spielverhaltens zu verhindern. Kunden mit pathologischem Spielverhalten schließlich brauchen Hilfen zur Unterbrechung des Konsums und psychologisch kompetente Motivierung zur Annahme professioneller Hilfe. Diesen vielfältigen Kundenbedürfnissen gerecht zu werden erfordert ebenso vielfältige, auf das jeweilige Bedürfnis zugeschnittene Spielerschutzmaßnahmen: Etwa die...

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