Show Less
Restricted access

Die Konzernmutter als Mitarbeitgeberin im französischen Recht

Series:

Marie-Theres Boetzkes

Beginnend mit dem Jungheinrich Urteil 2011 ergingen in Frankreich eine Reihe bedeutsamer Gerichtsentscheidungen im Konzernarbeitsrecht. Konkret geht es darin um die Theorie des Mitarbeitgebers, wonach jemand unter bestimmten Voraussetzungen juristisch als Mitarbeitgeber qualifiziert werden kann, auch wenn er keine arbeitsvertragliche Partei ist. In der Folge wird er wie ein vertraglicher Arbeitgeber behandelt und muss vor allem wie ein vertraglicher Arbeitgeber haften. Dieses Buch befasst sich damit, worum es in der Theorie des Mitarbeitgebers im französischen Recht genau geht, weshalb sie entwickelt wurde und welche Konsequenzen sie für Konzerne haben kann. Es untersucht mögliche Schwachstellen und überprüft, welche rechtlichen Alternativen es zur Theorie des Mitarbeitgebers gibt.
Show Summary Details
Restricted access

Teil 4: Alternativen zur Mitarbeitgeber-Rechtsprechung

Extract

Teil 4:  Alternativen zur Mitarbeitgeber-Rechtsprechung

So wie sich die Rechtsprechung zur Mitarbeitgeberschaft seit Jungheinrich-I entwickelt hat, ist sie, abseits juristischer Unwägbarkeiten, außerordentlich problematisch, denn sie führt aus mehreren Gründen zu erheblicher Rechtsunsicherheit. Deswegen sollen hier Alternativen vorgeschlagen werden, mit deren Hilfe sich das Problem lösen ließe.

§ 9  Rechtsunsicherheit

Die Rechtsunsicherheit ergibt sich aus zwei Aspekten: Zum einen eröffnet das Kriterium der dreifachen Vermischung einen erheblichen Interpretationsspielraum. Die Rechtsprechung zur Mitarbeitgeberschaft gerät dadurch zu einer reinen Einzelfallrechtsprechung, deren Ergebnisse für internationale Konzerne nicht vorhersehbar sind. Zum anderen bleibt die Rechtsnatur des Mitarbeitgebers nicht selten unklar. Auch deshalb ist nicht abzuschätzen, welche Konsequenzen eine Konzernmutter als Mitarbeitgeberin in Zukunft zu erwarten hat.

A.  Interpretationsspielraum bei der dreifachen Vermischung

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.