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Kommunikation in multikulturellen Projektteams

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Sambor Grucza and Justyna Alnajjar

Die Beiträge des Buches geben einen Einblick in die Problematik der internationalen Projektarbeit. Diese wird nicht nur aus Kostengründen initiiert, vor allem soll die Diversität multikultureller Projektteams als Innovationspotenzial genutzt werden. Hierbei muss die Kommunikation effizient gestaltet werden, um aus dem Potenzial multikultureller Projektteams schöpfen zu können. Dass dies nicht einfach wird, liegt auf der Hand: Interkulturelle Projektkommunikation ist anspruchsvoller und komplexer als monokulturelle Kommunikation. Wie aber läuft die Kommunikation in multikulturellen Projektteams ab? Und wie kann die Effizienz multikultureller Projektteams verbessert werden? Diesen Fragen widmet sich ein interdisziplinäres Team aus Linguistik und Wirtschaftswissenschaft.
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Management von Kommunikation und Diversität in transkulturellen Projektteams

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Annikki Koskensalo

(Universität Turku)

Einleitung

Seit wenigen Jahren sind Themen wie Integration, Partizipation und Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund ein zentrales Querschnittsthema geworden (A. Siebold 2013: 7). Nicht zuletzt deswegen, weil moderne Industriegesellschaften multikulturell und vielfältig geworden sind und sich dies auch im Mikro-Kosmos von Projektteams ablesen lässt. Die Transformation von der Post-Taylor- zur Post-Lean-Dekade ist als Konsequenz einer evolutionären Entwicklung der Industrie-Geschichte von einem radikalen Paradigmen-Wechsel gekennzeichnet. Anstatt Hierarchie tritt Selbstorganisation in Netzwerkstrukturen. Ein gekonnter, professioneller Umgang mit Komplexität und eine Ausrichtung auf Einflussfaktoren in Unternehmensumwelten bestimmen die organisationsinterne Effizienzbewertung. Eine strikt-funktionale Teilung weicht transkulturellen, transdisziplinären Teams, welche grenzübergreifend, d.h. über Unternehmens- und Ländergrenzen hinweg, zusammengestellt sind. Das bedeutet, dass transkulturelle Vielfalt einer funktionalen Teilung vorzuziehen ist. Denn um komplexe Fragestellungen bearbeiten und geeignete, richtige Lösungen finden zu können bedarf es Optionen und dies möglichst verschiedene. Denn je homogener ein Team ist, desto kleiner ist auch der Lösungsraum. Aktuelle Projektteams sind heutzutage durchwegs heterogen angelegt, womit eine Fokussierung auf die Chancen-Erschließung durch transkulturelle Vielfalt und Diversität immer mehr an Bedeutung gewinnt. Jedoch sind Projektorganisationen als soziale Systeme schon immer komplex gewesen und werden durch eine zunehmende Dynamik in ihrem Umfeld immer komplexer. Allerdings ist daher Effektivität wichtiger als die obig angesprochene Effektivität, was das Finden richtiger Lösungen zum richtigen Zeitpunkt und das Treffen richtiger Entscheidungen in einem komplexen Umfeld anbelangt. Hier ist wiederum das...

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