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Perspektive Nord: Zu Theorie und Praxis einer modernen Didaktik der Landeskunde

Beiträge zur 2. Konferenz des Netzwerks "Landeskunde Nord</I> in Stockholm am 24./25.01.2014

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Christine Becker and Frank Thomas Grub

2012 wurde das Netzwerk-Projekt Landeskunde Nord ins Leben gerufen, dessen Ziel es ist, Forschung und Lehre zur Landeskunde des Deutschen als Fremdsprache, insbesondere in den nordischen Ländern, voranzutreiben. Das vorliegende Buch, Perspektive Nord, knüpft an den 2013 erschienenen Band Landeskunde Nord an und bietet Reflexionen wissenschaftstheoretischer, fachdidaktischer und inhaltlicher Aspekte, die für die Gestaltung der Landeskundelehre bzw. des Landeskundeunterrichts relevant sind. In ihrer Vielfalt sind die hier vorgelegten Konzepte und Ideen vor allem modernen kulturwissenschaftlichen Ansätzen verpflichtet, knüpfen an international geführte Diskussionen an und haben auch deshalb über die nordischen Länder hinaus Bedeutung. Dabei setzen die Autorinnen und Autoren auf autonomes und lebenslanges Lernen.
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Was verrät Slam Poetry über Deutschland? – Slam Poetry im Landeskundeunterricht

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Einleitung

Anfang 2014 ging der Name Julia Engelmann (*1992) durch die deutschen Medien.1 Durch ihre Performance auf einem Poetry Slam an der Bielefelder Universität im Sommer 2013, bei dem von den Vorträgen der Slam-Poeten Videos aufgenommen und bei YouTube hochgeladen wurden, erhielt sie mit One Day / Reckoning Text große Aufmerksamkeit. Der Mitschnitt ihres Auftritts hatte bis November 2014 mehr als 7,1 Millionen Klicks erreicht.2 Zentrale Motive von Engelmanns im Video vorgetragener Slam Poetry sind Trägheit, Mutlosigkeit, Müdigkeit, Angst vor dem ‚etwas Verpassenkönnen‘ und den Dingen, die jeder schon immer hatte machen wollen, aber letztlich niemals tut. Doch warum erreichte das Video mit diesem Text nach einem halben Jahr solche Berühmtheit? Hat Julia Engelmann mit ihrer Slam Poetry den ‚Nerv der Zeit‘ getroffen? David Hugendick erklärt in diesem Zusammenhang:

Im Wesentlichen reproduziert es [das Video; J.G.] die Vorstellung von der verunsicherten Generation der Anfangzwanzigjährigen. Die sitzen verdruckst in ihren Hörsälen und starren paralysiert auf ihre Zukunft, anstatt im Jetzt zu leben, was immer das heißt.3

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