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Studien zu Sprache und Stil in alt- und mittelhochdeutscher Literatur

Helge Eilers

Diese Studien behandeln anhand repräsentativer Texte der alt- und mittelhochdeutschen Literatur zentrale Themen im Bereich von Sprache und Stil. Dazu gehören Parataxe und Hypotaxe in althochdeutscher Prosa und im Nibelungenlied, Parenthese sowie Sprachstil in der frühmittelhochdeutschen Epik, vor allem im Rolandslied und in der Kaiserchronik. Außerdem zählen dazu Stilmittel (insbesondere Metaphorik) bei Walther und Hartmann – hier im Vergleich mit dem Rolandslied sowie mit dem spätmittelhochdeutschen Helmbrecht, dazu die Sprachreflexion Hartmanns in seinem Werk und, als Anhang, Sprachwandel der Gegenwart in diachroner Sicht. Die Studien verstehen sich als Beitrag zur deutschen Sprachgeschichte (dazu u.a.: komplexe Hypotaxe der höfischen Passagen im Nibelungenlied, Relevanz der Parenthese im Frühmittelhochdeutschen, zum Teil zyklischer Charakter beim Sprachwandel); sie sind aber auch Anregung für Kritik und weitere Untersuchungen zur Thematik.
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Die Syntax in Texten kirchlicher Gebrauchsprosa in althochdeutscher Zeit

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0.  Einleitung

Bei dieser Gebrauchsprosa handelt es sich um ahd. Übersetzungen lateinischer Vorlagen mit formelhaftem Charakter wie Taufgelöbnis, Glaubensbekenntnis, Priestereid, Gebet und Beichte als wesentlich und häufig verwendete Texte in der kirchlichen Praxis1. Die Übersetzungen stehen – durch ihren Inhalt und ihre Funktion bedingt – der lat. Vorlage zwar sehr nahe, gehen aber über die Form der Interlinearversion hinaus. Sie erstreben einen „verständlichen Text“ (H. de Boor a.a.O, S. 26) und bieten dabei auch eigene syntaktische Strukturen. Vom Charakter der stark formelhaften Texte her gesehen sind allerdings keine ausgeprägten oder gar komplexen Gefüge zu erwarten, sondern eher parataktische Fügungen. Unter dieser Perspektive sollen die verschiedenen Textsorten der kirchlichen Gebrauchsprosa näher analysiert und bewertet werden. (Die ausgewählten ahd. Texte können wegen ihres Umfangs insgesamt und wegen der erforderlichen Berücksichtigung von drei verschiedenen Textausgaben – s. Anhang – nicht in den Beitrag aufgenommen werden.)

1.  Taufgelöbnis

1.1  Das fränkische Taufgelöbnis

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