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Studien zu Sprache und Stil in alt- und mittelhochdeutscher Literatur

Helge Eilers

Diese Studien behandeln anhand repräsentativer Texte der alt- und mittelhochdeutschen Literatur zentrale Themen im Bereich von Sprache und Stil. Dazu gehören Parataxe und Hypotaxe in althochdeutscher Prosa und im Nibelungenlied, Parenthese sowie Sprachstil in der frühmittelhochdeutschen Epik, vor allem im Rolandslied und in der Kaiserchronik. Außerdem zählen dazu Stilmittel (insbesondere Metaphorik) bei Walther und Hartmann – hier im Vergleich mit dem Rolandslied sowie mit dem spätmittelhochdeutschen Helmbrecht, dazu die Sprachreflexion Hartmanns in seinem Werk und, als Anhang, Sprachwandel der Gegenwart in diachroner Sicht. Die Studien verstehen sich als Beitrag zur deutschen Sprachgeschichte (dazu u.a.: komplexe Hypotaxe der höfischen Passagen im Nibelungenlied, Relevanz der Parenthese im Frühmittelhochdeutschen, zum Teil zyklischer Charakter beim Sprachwandel); sie sind aber auch Anregung für Kritik und weitere Untersuchungen zur Thematik.
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Studien zur Satzsyntax im ersten Teil des Nibelungenlieds

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0.  Einleitung

Trotz der zahlreichen Literatur zum Nibelungenlied – S. Grosse verweist in seiner Nibelungenlied-Ausgabe auf 499 Eintragungen in den vergangenen 250 Jahren58 – gibt es vergleichsweise sehr wenige Arbeiten zur sprachlichen Form, d.h. insbes. zur Lexik und Syntax. Zwar finden sich im Rahmen verschiedener Darstellungen zu Erzähltechnik und Stil, z.Tl. auch darüber hinaus, entsprechende Hinweise, bisweilen auch Ausführungen zu bestimmten Aspekten, aber spezielle Arbeiten zur Lexik sind nur in sehr geringem Maße gegeben und an Untersuchungen zur Syntax, insbes. zur Satzsyntax fehlt es weitgehend59.

Allerdings gibt es in der Mhd. Grammatik von Paul / Schröbler / Wiehl / Grosse60 im Syntax-Teil von S. Grosse (S. 280ff.) zahlreiche Belege aus dem Nibelungenlied als Beispiele für die verschiedenen Bereiche bzw. Aspekte der mhd. Syntax. Insgesamt werden 307 Textstellen angeführt (mehrmals sogar drei Belege für einen speziellen Aspekt). Das für unseren Zusammenhang zentrale Kapitel VI: Komplexe Sätze (§§442–490, S. 405ff.) verzeichnet 109 Belege – überwiegend für den Bereich der konjunktionalen Nebensätze (dabei Einleitung: 48 Belege, Modus: 18).

Die große Zahl der Belege verdeutlicht die besondere Bedeutung des Nibelungenlieds im Rahmen der mhd. Syntax. Schon unter diesem Aspekt scheint es geboten, die Syntax bzw. die Satzsyntax als Ganzes, d.h. als Gesamt- oder größeres Teilkorpus in den Blick zu nehmen, um über eine systematische Analyse dieses Korpus die syntaktischen Strukturen ← 167 | 168 → aufzuzeigen und zu beurteilen: zum einen für das Nibelungenlied selbst als...

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