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Clean Fashion

Water Footprint von Textilien

Angelika Adamcyk

Angelika Adamcyk befasst sich in ihrem Buch mit dem so genannten Water Footprint. Dieser misst die Beeinträchtigung von Wasserressourcen und veranschaulicht die Nutzung bzw. Verschwendung dieses lebensnotwendigen Rohstoffs. Neben dem täglichen Gebrauch werden insbesondere für die Herstellung von Kleidung hohe Mengen der begrenzten Ressource Wasser benötigt. Die Autorin stellt das Konzept des Water Footprints vor und untersucht Methodik sowie Praxistauglichkeit anhand eines fair und ökologisch produzierten T-Shirts. Neben der Berechnung und Bewertung der Nachhaltigkeit werden die wichtigsten Einflussfaktoren sowie die gesellschaftliche Bedeutung diskutiert.
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1. Einleitung

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1.  Einleitung

Wasser ist eine lebenswichtige, nicht ersetzbare Ressource. Nur 2,5 % der Wasserressourcen auf der Erde sind nutzbares Süßwasser, das sehr ungleich verteilt ist. Während einige Orte über ausreichende Wasserressourcen verfügen, herrscht anderswo Wassermangel (Finkbeiner und Berger, 2010, s.p.).

Der Mensch benötigt Wasser zur Erfüllung der alltäglichen Grundbedürfnisse, wie zum Trinken, Kochen und Waschen. Die hierbei verwendeten Mengen steigen zivilisationsabhängig exponentiell an (Hoekstra et al., 2011, 1f). Wasserreiche Länder (z.B. Österreich) verfügen über bedeutende Süßwasserressourcen, während viele Entwicklungs- und Schwellenländer zu den wasserarmen Ländern zählen. Diese müssen mit sehr geringen Mengen und hygienisch bedenklichem Wasser auskommen (Hahn, 2006, 199f). Wassermangel führt in den betroffenen Ländern zu Problemen wie Unterernährung durch Bewässerungsprobleme in der Landwirtschaft und Infektionskrankheiten als Folge von minderwertigem Trinkwasser. Die Umwelt leidet unter der Schädigung der Ökosysteme und dem daraus resultierenden Rückgang der Artenvielfalt (Finkbeiner und Berger, 2010, s.p.).

Wasserreiche Regionen haben vorwiegend Probleme mit der Wasserqualität. Durch den Wasserverbrauch und die daraus resultierende Kontaminierung mit Schadstoffen wird die Qualität der Grund- und Oberflächengewässer in zunehmendem Maße verschlechtert. Selbst in europäischen Ländern ist das immer minderwertigere Trinkwasser aus Uferfiltrat ein Zeichen für die zunehmenden Probleme bei der Wasserversorgung. Da Nitrat- und Pestizideinträge aus der Landwirtschaft das Grundwasser belasten, ist die Qualität des (Trink)wassers wesentlich beeinträchtigt (Gawel,...

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