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Clean Fashion

Water Footprint von Textilien

Angelika Adamcyk

Angelika Adamcyk befasst sich in ihrem Buch mit dem so genannten Water Footprint. Dieser misst die Beeinträchtigung von Wasserressourcen und veranschaulicht die Nutzung bzw. Verschwendung dieses lebensnotwendigen Rohstoffs. Neben dem täglichen Gebrauch werden insbesondere für die Herstellung von Kleidung hohe Mengen der begrenzten Ressource Wasser benötigt. Die Autorin stellt das Konzept des Water Footprints vor und untersucht Methodik sowie Praxistauglichkeit anhand eines fair und ökologisch produzierten T-Shirts. Neben der Berechnung und Bewertung der Nachhaltigkeit werden die wichtigsten Einflussfaktoren sowie die gesellschaftliche Bedeutung diskutiert.
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2. Textile Faserarten

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2.  Textile Faserarten

Bei den textilen Faserarten unterscheidet man nach der Herkunft der verwendeten Fasern zwischen Natur- und Chemiefasern. Die unterschiedlichen Eigenschaften der Fasern und der Tragekomfort werden bei den Konsumenten sehr geschätzt (Weber und Parusel, 1998, 18). Durch die Kombination von Faserarten wird versucht, die positiven Eigenschaften hervorzuheben und den Tragekomfort zu steigern. Diese Faktoren entscheiden über die Akzeptanz eines Textilprodukts am Markt.

Bei der Gewinnung dieser Fasern bestehen in Bezug auf den Wasserverbrauch große Unterschiede. Naturfasern benötigen bereits im Rahmen der Kultivierung bedeutende Mengen an Wasser, die je nach Anbauland, Anbaubedingungen und den klimatischen Verhältnissen variieren können. Auch zellulosische Fasern benötigen Wasserressourcen. Lediglich synthetische Fasern verbrauchen erst im Rahmen der weiteren Herstellung Wasser, nicht aber bei der Rohstoffgewinnung (Engelhardt, 2012, 21f).

Bei Naturfasern unterscheidet man zwischen pflanzlichen oder tierischen Fasern. Je nach ihrer Herkunft sind ihre Eigenschaften sehr unterschiedlich. Mit Ausnahme der Baumwolle haben sie seit Erfindung der Chemiefasern zunehmend an Bedeutung verloren und besetzen heutzutage nur noch Nischensegmente (Engelhardt, 2012, 11f). In den letzten Jahren sind wieder vermehrt Naturfaserprodukte erhältlich, die allerdings vorwiegend unter fairen und ökologischen Bedingungen hergestellt werden. Sie stellen eine nachhaltige Alternative dar, da Ressourcen geschont werden und auf den Einsatz von Chemikalien und Pestiziden verzichtet wird (Piegsa, 2010, 4ff).

Baumwolle nimmt unter den Naturfasern eine dominante Stellung ein, da sie rund ein Drittel des Markts bedient (Engelhardt, 2012, 11). Sie ist heutzutage die am häufigsten verwendete Faser...

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