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Clean Fashion

Water Footprint von Textilien

Angelika Adamcyk

Angelika Adamcyk befasst sich in ihrem Buch mit dem so genannten Water Footprint. Dieser misst die Beeinträchtigung von Wasserressourcen und veranschaulicht die Nutzung bzw. Verschwendung dieses lebensnotwendigen Rohstoffs. Neben dem täglichen Gebrauch werden insbesondere für die Herstellung von Kleidung hohe Mengen der begrenzten Ressource Wasser benötigt. Die Autorin stellt das Konzept des Water Footprints vor und untersucht Methodik sowie Praxistauglichkeit anhand eines fair und ökologisch produzierten T-Shirts. Neben der Berechnung und Bewertung der Nachhaltigkeit werden die wichtigsten Einflussfaktoren sowie die gesellschaftliche Bedeutung diskutiert.
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4. Zertifizierung von Textilien

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4.  Zertifizierung von Textilien

Bei der Herstellung von Textilien bestehen große ökologische und soziale Defizite, die dem Verbraucher beim Kauf in den meisten Fällen nicht aufgezeigt werden. Das folgende Kapitel knüpft an diese Problematik an und stellt am Markt gängige Zertifizierungen vor. Ein Einblick in diese ist auch deshalb interessant, weil das im empirischen Teil behandelte Produktbeispiel aus der Ökotextilbranche mit dem Fairtrade-Siegel für biologisch kultivierte Baumwolle und dem GOTS-Siegel ausgezeichnet ist.

Aktuell gibt eine Vielzahl an ökologischen Zertifizierungen und sozialen Standards, die ihren Fokus unterschiedlich setzen. Die Nachfrage nach Ökomode ist zwar im Steigen, es handelt sich aber in der momentanen Textilwirtschaft um Nischenprodukte, da das Angebot klein und überschaubar ist (Hahn und Hermann, 2009, 154ff). Nach der Studie von Koskela und Vinnari (2009, 128) ist es für Konsumenten schwierig Informationen über umweltfreundliche und fair produzierte Produkte zu erlangen. Mithilfe von Zertifikaten sollte es einfacher sein diese von herkömmlichen Textilien zu unterscheiden.

Zu kritisieren ist, dass es keine einheitliche Kennzeichnung gibt. Die einzelnen Labels setzen unterschiedliche Prioritäten, wobei keines dieser Labels einen nachhaltigen Wasserverbrauch bei der Herstellung berücksichtigt. Mit einer Vereinheitlichung der Labels ist in den nächsten Jahren nicht zu rechnen. Eher ist davon auszugehen, dass weitere Standards mit neuen, nachhaltigen Kriterien hinzukommen werden (Engelhardt, 2012, 46ff).

Ökosiegel sollen dem Konsumenten als Hilfestellung beim Kauf dienen, die Produktionsumstände der Kleidung leichter zu identifizieren. Allerdings ist die einheitliche Kennzeichnung von Textilien...

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