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Clean Fashion

Water Footprint von Textilien

Angelika Adamcyk

Angelika Adamcyk befasst sich in ihrem Buch mit dem so genannten Water Footprint. Dieser misst die Beeinträchtigung von Wasserressourcen und veranschaulicht die Nutzung bzw. Verschwendung dieses lebensnotwendigen Rohstoffs. Neben dem täglichen Gebrauch werden insbesondere für die Herstellung von Kleidung hohe Mengen der begrenzten Ressource Wasser benötigt. Die Autorin stellt das Konzept des Water Footprints vor und untersucht Methodik sowie Praxistauglichkeit anhand eines fair und ökologisch produzierten T-Shirts. Neben der Berechnung und Bewertung der Nachhaltigkeit werden die wichtigsten Einflussfaktoren sowie die gesellschaftliche Bedeutung diskutiert.
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6. Methode

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6.  Methode

In den folgenden Kapiteln wird die genaue Methode für die Berechnung eines Water Footprints vorgestellt. Da es sich bei der Fallstudie um ein Produkt handelt, für dessen Herstellung mehrere Prozesse erforderlich sind, werden entsprechende Formeln benötigt.

Der Water Footprint eines Produkts ist jene Gesamtmenge an Wasser, die direkt oder indirekt zur Herstellung eines Produkts benötigt wird. Hoekstra et al. (2011, 13f) empfehlen, sowohl den direkten als auch den indirekten Water Footprint zu berechnen. Der direkte Water Footprint legt das Gewicht auf die Herstellung eines Produkts. Bei landwirtschaftlichen Produkten wird der Water Footprint in den Einheiten m³/t oder l/kg ausgedrückt, aber auch die Angabe in Stück (eine Produkteinheit) ist möglich. Ein indirekter Water Footprint kann umfassender definiert sein, da sämtliche Faktoren entlang der textilen Kette, beispielsweise der Wasserverbrauch durch Waschen zu Hause oder der Transport, einbezogen werden.

In dieser Studie wird nur der direkte Water Footprint berechnet und umfasst die Herstellung des Produkts bis zum Zeitpunkt des Verkaufs. Eine indirekte Berechnung würde die Komplexität enorm steigern, da ab dem Verkauf mit zunehmenden Unsicherheiten gerechnet werden muss. Andere Fallstudien über Produkte, wie die von Mekonnen und Hoekstra (2011) oder Chapagain et al. (2006), messen ebenfalls den direkten Water Footprint bei der Herstellung.

Der Water Footprint eines Produkts kann dem Konsumenten relevante Informationen über den Wasserverbrauch bei der Herstellung des Konsumgutes geben oder politischen Entscheidungsträgern einen Eindruck vermitteln, auf welche Art...

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