Show Less
Restricted access

Strategie Zukunft und Welt

Zur Bedeutung eines ontologischen Begründungskonzeptes nachhaltigen Handelns und Verantwortens

Johanna Henrich

Der Weg in ein nachhaltiges Ressourcenmanagement ist die Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Diesen trotz gesellschaftlicher Unterschiede, wirtschaftlichen Anspruchs und persönlicher Interessen gangbar zu machen, erfordert eine Begründungsstrategie, die hinter Wirtschaft und Gesellschaft zurückgeht bis an die Wurzel des Menschen. Die «Strategie Zukunft und Welt» findet eine Grundlage dazu in Hans Jonas’ ontologischem Konzept, das im Zentrum seiner Verantwortungsethik steht. Das vorliegende Buch weist seine Leistungsfähigkeit zur Grundlegung einer Ethik für die moderne globalisierte Welt auf, die eine unabweisbare Begründung des Wertes des Lebendigen erbringt und nachhaltiges Handeln zur unbedingten menschlichen Aufgabe erhebt.
Show Summary Details
Restricted access

V. Sein-Leben-Mensch: Ontologie und Anthropologie

Extract

V.   Sein-Leben-Mensch: Ontologie und Anthropologie

Hans Jonas betrachtet die Tendenz des Seins und des Lebens unter anthropologischen Gesichtspunkten, wie aus der zuvor vorgenommenen Untersuchung der Ausarbeitung seiner Ontologie in „Das Prinzip Verantwortung“ festzuhalten ist. Sein charakteristisches Vorgehen ist die Betrachtung des Höchsten, am weitesten Entwickelten, aus dem heraus er Schlüsse für die Verfassung des Ersten und Basalen zieht, dessen Eigenschaften sich notwendig durch alle Zwischenstadien der Entwicklung hindurch fortgesetzt haben müssen, um letztendlich im Höchsten Ausprägung finden zu können. Jonas lehnt eine völlige Andersartigkeit des Menschen zum Rest der belebten Welt, in die sich der Mensch doch eingefügt sieht, kategorisch ab. Der Mensch, so Jonas, ist in der Natur zu Hause und durch sie bedingt, das ist seit der Distanzierung von den Motiven, die ihm vorher wichtig waren, seine tiefe Überzeugung. Das Prinzip, durch das der Mensch mit dem Kreis des Lebendigen verbunden ist, ist die Evolution, die Jonas sowohl darwinistisch als auch mit einem eigenen Einschlag interpretiert, der eine Form von Schöpfungsbegriff beinhaltet, dessen Kennzeichen sich durch die biologische Entwicklung hindurch auswirken. In und aus dieser so verstandenen Entwicklung des Lebens heraus ging der Mensch letztendlich mit all seinen Anlagen und Fähigkeiten hervor und kann sich von dieser, trotz seiner hochentwickelten Denkleistung und seiner geistigen Fähigkeiten, niemals ablösen und als abgelöst verstehen dürfen. Sein Gefühl ist in der Lage, dem Menschen mitzuteilen, was für ihn Geltung hat und was er...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.