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Strategie Zukunft und Welt

Zur Bedeutung eines ontologischen Begründungskonzeptes nachhaltigen Handelns und Verantwortens

Johanna Henrich

Der Weg in ein nachhaltiges Ressourcenmanagement ist die Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Diesen trotz gesellschaftlicher Unterschiede, wirtschaftlichen Anspruchs und persönlicher Interessen gangbar zu machen, erfordert eine Begründungsstrategie, die hinter Wirtschaft und Gesellschaft zurückgeht bis an die Wurzel des Menschen. Die «Strategie Zukunft und Welt» findet eine Grundlage dazu in Hans Jonas’ ontologischem Konzept, das im Zentrum seiner Verantwortungsethik steht. Das vorliegende Buch weist seine Leistungsfähigkeit zur Grundlegung einer Ethik für die moderne globalisierte Welt auf, die eine unabweisbare Begründung des Wertes des Lebendigen erbringt und nachhaltiges Handeln zur unbedingten menschlichen Aufgabe erhebt.
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IX. Abschließende Beurteilung von Jonas’ Leistung, den Grenzen seines Werkes, der Aufgaben, die sich an es anschließen

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IX. Abschließende Beurteilung von Jonas Leistung, den Grenzen seines Werkes, der Aufgaben, die sich an es anschließen

Zum Ende dieses Buches sei zunächst noch einmal an die Motivation erinnert, die sie mit Hans Jonas’ Gesamtwerk teilt und die auch zur Wahl des Themas ihrer Untersuchungen geführt hat:

Die Biophilosophie von Hans Jonas, an deren Anschluss an die er seine Verantwortungsethik entwickelt hat, entstand aus dem Bewusstsein heraus, dass es etwas in der Welt gibt, das den Menschen trägt und auch bewegt, sodass er sich mit diesem auseinandersetzen muss. Er sah es konzentriert und repräsentiert im Phänomen des Lebens. Als Folge seiner Beschäftigung mit dem Lebendigen und seiner neuen Würdigung als Gegenstand der philosophischen Theorie ging Jonas im Blick auf die weltweiten Umwälzungen und Entwicklungen des zwanzigsten Jahrhunderts auf, dass das Prinzip, das dem Leben inhärent ist, nicht nur in der Theorie und sozusagen kontemplativ behandelt werden darf. Jonas sah einen Anspruch im Leben als solchem aufkommen, der den Menschen in seiner neuen Situation in die Pflicht nimmt. Für ihn war nunmehr ganz klar, dass Philosophie nicht in der Anschauung und im Begreifen des Wirklichen der Dinge erschöpft ist. Für ihn fungiert „das Konzept der Philosophie als Platzhalter für empirische Theorien mit universalistischen Ansprüchen“394. Jonas’ Werk „Das Prinzip Verantwortung“ gibt von dieser universalistischen, durchweg auf Handeln bezogenen Orientierung in besonderer Weise Zeugnis und zeigt gleichzeitig auf, welche wichtige Rolle die...

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