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Mediale Ambivalenzen / Ambivalente Medien

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Edited By Dagmar von Hoff

Die in diesem Band präsentierten Beiträge analysieren die Ambivalenz von Medien im Fokus medialer Transparenz, dem Mythos der Medien und den Digital Humanities. Die Eigenschaft der Medien, gleichzeitig Speicher, Mittler und Inhalt zu sein, zeigt ihre ambivalente Struktur. Medien lassen etwas erscheinen und bleiben dabei selbst unsichtbar. Diese Durchsichtigkeit und mediale Transparenz bestimmen die gegenwärtige Diskussion um eine medialisierte Welt. Den Medien wird entweder eine überwältigende Macht zugeschrieben oder aber es wird eine souveräne Herrschaft der Benutzer proklamiert. Auch im Bereich der neuen Informationstechnologien sind die Medien nicht mehr nur Hilfsmittel, um Wissen zu erzeugen, sondern ihre Nutzung verändert die Wissensgewinnung selbst.
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Medienkonvergenz & Adaption. Rezeptionsästhetische Ambivalenzen der Medien

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Pascal Nicklas

Medienkonvergenz & Adaption. Rezeptionsästhetische1 Ambivalenzen der Medien

Die rezenten medienkonvergenten Entwicklungen2 führen durch die sich verschiebenden Koordinaten der Machtverteilung zwischen Produzenten und Rezipienten zu einer neuen Situation: Hier können einerseits die klassischen rezeptionsästhetischen Modelle neue Impulse geben, da in diesen Modellen schon die Ermächtigung, Produktivität und nicht zuletzt Kreativität der Rezipienten, wie sie in den aktuellen Prozessen der Medienkonvergenz zu beobachten ist, beschrieben werden. Andererseits unterscheiden sich die verschiedenen medialen Rezeptionsformen stark von den an der Literaturrezeption entwickelten rezeptionsästhetischen Modellen, so dass sie nur Ausgangspunkt der Betrachtung medialer Ambivalenzen im Blick auf die Rezeptionsästhetik sein können. Dies wird insbesondere deutlich an medienkonvergenten Adaptionsvorgängen, die in dieser Form als Radikalisierung der in den klassischen Modellen dem Rezipienten zugeschriebenen Verantwortlichkeit für die Bedeutungskonstitution verstanden werden können, aber in ihrer Produktivität deutlich über das hinausgehen, was früher beschrieben worden ist. Die Adaption wird damit zum Modellfall medienkonvergenter (Rezeptions-)Ästhetik und bietet sich zugleich als Untersuchungsgegenstand für die Erforschung emotionaler und allgemein kognitiver Bedingungen ästhetischer Rezeptionsformen an, die in besonders ausgeprägter Weise in der Medienkonvergenz Relevanz gewinnen und auch Gegenstand einer sich neu formierenden empirischen Ästhetik sind.

Medienkonvergenz ist nicht nur eine technische Veränderung, bei der verschiedene mediale Plattformen, die zuvor getrennt waren, in einem Gerät vereint werden. Medienkonvergenz bedeutet auch das Verfließen von Grenzen auf inhalt ← 87 | 88 → licher Seite. Die Zusammenschaltung der Kanäle...

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