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Mediale Ambivalenzen / Ambivalente Medien

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Edited By Dagmar von Hoff

Die in diesem Band präsentierten Beiträge analysieren die Ambivalenz von Medien im Fokus medialer Transparenz, dem Mythos der Medien und den Digital Humanities. Die Eigenschaft der Medien, gleichzeitig Speicher, Mittler und Inhalt zu sein, zeigt ihre ambivalente Struktur. Medien lassen etwas erscheinen und bleiben dabei selbst unsichtbar. Diese Durchsichtigkeit und mediale Transparenz bestimmen die gegenwärtige Diskussion um eine medialisierte Welt. Den Medien wird entweder eine überwältigende Macht zugeschrieben oder aber es wird eine souveräne Herrschaft der Benutzer proklamiert. Auch im Bereich der neuen Informationstechnologien sind die Medien nicht mehr nur Hilfsmittel, um Wissen zu erzeugen, sondern ihre Nutzung verändert die Wissensgewinnung selbst.
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Mediale Ambivalenzen / Ambivalente Medien in der Praxis – ein Verlagsbericht

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Ambivalenzen haben das Publizieren und die Tätigkeit von Verlagen schon immer bestimmt. Durch die technischen Entwicklungen der letzten Zeit und ihre politische Steuerung haben sie eine neue Qualität entwickelt. Verlage stehen heute im Wettbewerb mit neuen Akteuren. In diesem Umfeld können sie ihre Rolle behaupten, wenn sie sowohl flexibel als auch verlässlich operieren. Was dies genau für einen Verlag bedeutet, zeigt dieser Beitrag in einem Überblick.

Ein Praxisbericht

Die folgenden Überlegungen sind weder literaturwissenschaftlich noch linguistisch. Sie sind nicht einmal wissenschaftlich. Sie bieten kein theoretisches Konzept und keinen Forschungsansatz. Es wird also weder Anschluss an akademische Diskurse gesucht noch wird wissenschaftliche Literatur verarbeitet. Es handelt sich um einen subjektiven Erfahrungsbericht aus Verlagssicht. Seine Prägung erhält dieser Bericht dadurch, dass er von akademischen Medien handelt und die Praxis eines wissenschaftlichen Verlages zu schildern unternimmt. Was also hat ein Verlag heutzutage mit ‚medialen Ambivalenzen‘ zu tun?

Verlage sind Akteure in der Sphäre der Medien: (wissenschaftliches) Publizieren – und Kommunizieren – wurde in der vor-digitalen Welt vor allem von Verlagen organisiert. Verlage machten Inhalte zu Büchern oder Zeitschriften. Verlage machten und machen ihre Produkte – physisch – Käufern1 und Lesern bekannt und sorgten dafür, dass sie sie erwerben können. Im akademischen Kontext waren und sind dabei wissenschaftliche Bibliotheken und ihre Nutzer von zentraler Bedeutung. Jenseits der Physis stellten und stellen Verlage einen Programmzusammenhang her. Damit wurde einerseits ein Kontext geschaffen. Anderseits wurde zur Reputation von Autoren beigetragen...

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