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Lehnwörter im Slawischen

Empirische und crosslinguistische Perspektiven

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Edited By Emmerich Kelih, Jürgen Fuchsbauer and Stefan Michael Newerkla

Aktuelle Ansätze im Bereich der allgemeinen und slawischen Lehnwortforschung sind Inhalt dieses Bandes. Im Fokus stehen die systematische empirische Untersuchung von Lehnwörtern sowie damit verbundene theoretische und methodologische Probleme. Diese reichen von Fragen der Bestimmung von Lehnwörtern im Basiswortschatz und der Bedeutung eines frequenzbasierten Ansatzes über diverse Probleme bei der Identifikation von Lehnwörtern, den Anteil von Lehnwörtern in ausgewählten lexikalisch-semantischen Gruppen, korpuslinguistische Untersuchungen bis hin zu metalexikographischen und pragmatischen Untersuchungen. Betrachtete Sprachen sind u.a. das Altkirchenslawische, Bulgarische, Deutsche, Kroatische, Mazedonische, Slowakische, Slowenische, Tschechische und Türkische.
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Einleitung

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Der vorliegende Sammelband geht zurück auf den internationalen Workshop „Lehnwörter im Slawischen: Empirische und crosslinguistische Perspektiven“, der in einem kleinen Kreis, dafür aber in umso produktiverer Atmosphäre vom 25. bis 26. September 2014 am Institut für Slawistik der Universität Wien stattfand. Bis auf zwei Ausnahmen werden in diesem Sammelband die damals präsentierten Beiträge abgedruckt.

Im Mittelpunkt des Workshops stand dabei die Frage der Untersuchung von Lehnwortbeziehungen von slawischen Sprachen; als Stimulus für die weiterführende theoretische, methodologische und empirische Auseinandersetzung wurde zu diesem Zweck ein in der Sprachtypologie und vergleichenden Sprachwissenschaft verankertes Projekt, nämlich Loanwords in the world’s languages1 von Haspelmath/Tadmor (2009a), herangezogen. Es ging darum die Möglichkeiten und Probleme auszuloten, die im Falle einer Untersuchung von slawischen Sprachen zu berücksichtigen sind. Das Projekt Loanwords in the world’s languages ist darauf ausgerichtet innerhalb einer Sprache den jeweiligen Bestand an Lehnwörtern auf folgende Weise systematisch zu erfassen: Ausgehend von einer vorgegebenen Basisliste von ca. 1500 Begriffen (eine Art Grund- bzw. Basiswortschatz mit einer Unterteilung in über 20 semantisch-lexikalische Felder) werden die jeweiligen Lexeme identifiziert, die potenziell als Lehnwörter gelten. Ziel ist es auf diese Weise eine verlässliche Datenbasis für einen systematischen und sprachübergreifenden Vergleich von Sprachen hinsichtlich ihres Lehnwortprofiles zu schaffen (vgl. dazu Haspelmath/Tadmor 2009b). Nachdem mittlerweile nach diesem Muster entsprechende Ergebnisse zu über 40 Sprachen vorliegen (vgl. dazu Haspelmath 2009, Tadmor 2009), dabei aber slawische Sprachen nur in geringem...

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