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Lehnwörter im Slawischen

Empirische und crosslinguistische Perspektiven

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Emmerich Kelih, Jürgen Fuchsbauer and Stefan Michael Newerkla

Aktuelle Ansätze im Bereich der allgemeinen und slawischen Lehnwortforschung sind Inhalt dieses Bandes. Im Fokus stehen die systematische empirische Untersuchung von Lehnwörtern sowie damit verbundene theoretische und methodologische Probleme. Diese reichen von Fragen der Bestimmung von Lehnwörtern im Basiswortschatz und der Bedeutung eines frequenzbasierten Ansatzes über diverse Probleme bei der Identifikation von Lehnwörtern, den Anteil von Lehnwörtern in ausgewählten lexikalisch-semantischen Gruppen, korpuslinguistische Untersuchungen bis hin zu metalexikographischen und pragmatischen Untersuchungen. Betrachtete Sprachen sind u.a. das Altkirchenslawische, Bulgarische, Deutsche, Kroatische, Mazedonische, Slowakische, Slowenische, Tschechische und Türkische.
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Kernproblembereiche der Lehnwortforschung anhand von Beispielen aus dem Kontaktbereich Deutsch, Tschechisch und Slowakisch

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Abstract: The study of loan words in the contact area of German, Czech and Slovak has led to various questions, which are fundamental for any analysis of loan relations. In our article we will discuss some of the core issues and illustrate them with concrete examples. Apart from the (often rather unclear) temporal depth and the complexity of the examination of intra-Slavic loan relations, we make reference to the (also often not so clear) frequency of loanwords and describe key problem areas of standardization processes in the context of lexical borrowings. Among other things we mention parallel acquisitions, the spatial distribution of linguistic commonalities and cultural similarities, the possibility of subsequent contamination, multiple borrowings or successive adjustments of loanwords to the developments in the donor language, various semantic modifications within a lexical-semantic field and possible blurring of findings due to hidden multilingualism.

1.    Einleitung

Sprachliche Kontakte zwischen dem Deutschen und westslawischen Varietäten bestehen bekanntermaßen schon seit mehr als einem Jahrtausend. Davon zeugt unter anderem auch der bedeutende Anteil von lexikalischem Lehngut im Wortschatz des Tschechischen und Slowakischen. Wissenschaftliche Untersuchungen aus dem 19. Jh. und der ersten Hälfte des 20. Jh. widmeten sich dabei vor allem der allgemeinen Problematik der ältesten Lehnbeziehungen zwischen dem Slawischen und Germanischen bzw. Deutschen (insbesondere auf dem Gebiet der Lehnwörter)1 oder aber untersuchten den slawischen Wortschatz im Rahmen ihrer etymologischen Wörterbücher wie etwa E. Berneker (1908–1914), A. Brückner (1926–1927) und...

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