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Erwartungswidrige Minderleistung und Belastung im kaufmännischen Unterricht

Analyse pädagogischer, psychologischer und physiologischer Aspekte

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Tobias Kärner

Im Buch wird das pädagogisch-psychologische Konstrukt der erwartungswidrigen Minderleistung vor dem Hintergrund von Belastung, Bewältigung und berufsschulischem Unterricht genauer beleuchtet. Mittels eines mehrebenen- und prozessanalytischen Forschungsansatzes wurden vom Autor sowohl psychologische und physiologische Produkt- und Prozessdaten als auch unterrichtliche Beobachtungsdaten erhoben. Die Befunde weisen u. a. darauf hin, dass es zwischen den unterschiedlichen Datenebenen entsprechende Zusammenhänge zu verzeichnen gibt.
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13.3.2 Fähigkeitsselbstkonzept als Kovariate

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Da das Fähigkeitsselbstkonzept vor dem Hintergrund des unterrichtlichen Erlebens eine bedeutende Rolle einnimmt, es jedoch einerseits hinsichtlich des betrachteten psychologischen Konstrukts einen klassenspezifischen Interaktionseffekt zu verzeichnen gibt (siehe Tabelle 40) und andererseits klassenabhängige Erlebensunterschiede nachgewiesen werden konnten (siehe Tabelle 99), sollen nachfolgend mögliche Interdependenzen statistisch geprüft werden. In diesem Falle handelt es sich beim schulischen Fähigkeitsselbstkonzept um eine Kovariate, eine unabhängige erklärende Variable (Backhaus, Erichson, Plinke & Weiber 2006, 142). Mit der Kovarianzanalyse ist somit der Einfluss der Kovariaten Fähigkeitsselbstkonzept auf den klassenspezifischen Unterschied hinsichtlich der situationsspezifischen Erlebensdaten statistisch zu prüfen (vgl. Bortz & Schuster 2010, 305).

In der vorliegenden Stichprobe ist für alle Variablen, welche in die Analyse eingehen, die Annahme der Normalverteilung nicht zu verwerfen. Auch sind die einzelnen Regressionskoeffizienten der beiden Teilstichproben (TraLe, SoLe) in ihrem jeweiligen Vorzeichen identisch sowie in ihrer Stärke vergleichbar, womit die Voraussetzung der Homogenität der Regressionskoeffizienten gegeben ist. Hinsichtlich der Annahme der Varianzenhomogenität muss diese für die personenbezogenen Erlebensvariablen Erfolgs- und Zeitdruck verworfen werden. Da sich die beiden Teilstichproben jedoch nicht signifikant hinsichtlich ihrer ← 332 | 333 → Besetzung unterscheiden (Chi-Quadrat-Wert = 0,077; Sig. = 0,782) und die Kovarianzanalyse bei gleichen Gruppengrößen relativ robust ist (Bortz & Schuster 2010, 311), wird das genannte Verfahren trotz dieser Verletzung der Modellprämissen angewandt.

Um den Einfluss der Kovariaten Fähigkeitsselbstkonzept auf das subjektive Erleben vor dem Hintergrund der beiden untersuchten Schulklassen deutlich zu machen, wurden zum einen...

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