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Benjamin Brittens Liederzyklen

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Antje Reineke

Das vorliegende Buch bietet die erste umfassende Studie zu Benjamin Brittens 15 Liederzyklen. Entstanden zwischen 1936 und 1975, nehmen sie neben den Opern eine wichtige Stellung in seinem Schaffen ein und haben sich heutzutage fest im Repertoire etabliert. Das Hauptinteresse der Autorin gilt der Analyse der musikalischen Strukturen und Textfolgen, der Darstellung der vielfältigen formalen Konzeptionen und der Vielschichtigkeit der behandelten Themen. Im Vordergrund steht die Frage übergreifender, zyklischer Zusammenhänge. Das Buch beleuchtet damit auch die grundsätzliche Problematik von Wesen und Charakter eines Liederzyklus. Dazu widmet sich die Autorin den Entstehungsgeschichten, von der Auswahl der Texte bis zum fertigen Werk, und der Rolle nicht in die Zyklen aufgenommener Lieder.
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17. A Birthday Hansel Op. 92

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17.  A Birthday Hansel Op. 92

Brittens letzter, am 21. März 1975 fertiggestellter Zyklus auf Gedichte von Robert Burns (1759–1796) für hohe Stimme und Harfe war ein Auftragswerk zum 75. Geburtstag von Königin Elizabeth, der Königinmutter.1384 A Birthday Hansel1385 ist für Pears und Osian Ellis geschrieben, für deren Partnerschaft in diesen Jahren auch das Canticle V und der letzte Band mit Volksliedbearbeitungen entstanden. Der Zyklus wurde erstmals am 11. Januar 1976 auf dem bayerischen Schloß Elmau aufgeführt und eine Woche später, am 16. Januar 1976, in einer Privataufführung für die Widmungsträgerin und Königin Elizabeth.1386 Indem Britten einen schottischen Dichter und die Harfe wählte, das klassische Instrument der keltischen Barden, auf deren Tradition sich Britten mit dem Eingangsgedicht bezieht, erwies er der schottischen Abstammung der Jubilarin und ihrer engen Bindung an Schottland seine Reverenz.

Auch der Entstehungsprozeß von A Birthday Hansel läßt sich gut nachvollziehen. Brittens Skizzenbuch enthält unter der Überschrift „Burns songs possibilities“ folgende Aufstellung:1387

Das Skizzenbuch enthält außerdem musikalische Notizen zu allen Liedanfängen einschließlich „Ae Fond Kiss“, „The Thrush“ und „A Red, Red Rose“ sowie zum Übergang von „The Winter“ zu „Leezie Lindsay“, nachdem „Ae Fond Kiss“ entfallen war.

Die zweifachen Seitenangaben verweisen auf die Burns-Ausgaben Brittens – viele der Gedichte und speziell die vertonten sind in beiden Büchern durch umgefaltete Ecken oder Bleistifteintragungen markiert:

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