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Benjamin Brittens Liederzyklen

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Antje Reineke

Das vorliegende Buch bietet die erste umfassende Studie zu Benjamin Brittens 15 Liederzyklen. Entstanden zwischen 1936 und 1975, nehmen sie neben den Opern eine wichtige Stellung in seinem Schaffen ein und haben sich heutzutage fest im Repertoire etabliert. Das Hauptinteresse der Autorin gilt der Analyse der musikalischen Strukturen und Textfolgen, der Darstellung der vielfältigen formalen Konzeptionen und der Vielschichtigkeit der behandelten Themen. Im Vordergrund steht die Frage übergreifender, zyklischer Zusammenhänge. Das Buch beleuchtet damit auch die grundsätzliche Problematik von Wesen und Charakter eines Liederzyklus. Dazu widmet sich die Autorin den Entstehungsgeschichten, von der Auswahl der Texte bis zum fertigen Werk, und der Rolle nicht in die Zyklen aufgenommener Lieder.
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8. The Holy Sonnets of John Donne Op. 35

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8.  The Holy Sonnets of John Donne Op. 35

Die Holy Sonnets of John Donne haben aufgrund der biographischen Umstände ihrer Entstehung besondere Aufmerksamkeit erregt. Im Sommer 1945 – man nimmt an vom 23. bis zum 30. Juli – reiste Britten nach Deutschland, um gemeinsam mit Yehudi Menuhin Konzerte für die Displaced Persons der britischen Besatzungszone zu geben.756 Unter anderem spielten sie am 27. Juli zwei Konzerte für Überlebende des Konzentrationslagers Bergen-Belsen. Weitere Stationen der Reise, die sich nur noch in Teilen rekonstruieren läßt, waren Celle, Münster,757 die emsländische Stadt Haren, die damals den polnischen Namen Maczków trug,758 Bardowick und schließlich Hamburg, wo Menuhin zusammen mit dem Sinfonieorchester des NWDR unter Hans Schmidt-Isserstedt Mendelssohns Violinkonzert aufführte.759 Unmittelbar nach Brittens Rückkehr entstanden in ← 237 | 238 → schneller Folge die Donne-Vertonungen. Daß die Komposition der um die Themen Tod und Sünde kreisenden Sonette Donnes in direktem Bezug zu der Reise steht, hat Britten selbst bestätigt.

I wrote my John Donne Sonnets in a week while in bed with a high fever, a delayed reaction from an inoculation. The inoculation had been in order to go on a tour of concentration camps with Yehudi Menuhin in 1945. We gave two or three short recitals a day – they couldn’t take more. It was in many ways a terrifying experience. The theme of the Donne Sonnets is death, as you know. I think the connexion between personal experience and my...

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