Show Less
Restricted access

Bildungseinrichtungen im sozialen und räumlichen Kontext

Zur Integrationsfunktion von schulischen und außerschulischen Institutionen in ausgewählten Vierteln der Stadt Luxemburg

Series:

Magali Lehners

Magali Lehners bezieht sich in ihrem Buch auf die Erweiterung der schulischen und außerschulischen Fördermöglichkeiten in sozial benachteiligten Stadtvierteln der Stadt Luxemburg. Ein zentrales Anliegen ist hierbei die Untersuchung der Kooperation zwischen Schulen und der Gemeinde in den jeweiligen Schulbezirken. Dabei stellen die Analyse des sozialen Hintergrunds der Schüler und die Gegebenheiten des jeweiligen Einzugsgebietes der Schule den Ausgangspunkt dar. Ergänzend zu den Ergebnissen der Berechnung eines sozialen Indexes für die Schulbezirke werden in ausgewählten Beispielen qualitative Fallstudien durchgeführt, in denen die Wechselwirkungen zwischen schulischen Aktivitäten und kommunalplanerischen Mitteln genauer untersucht werden.
Show Summary Details
Restricted access

2 Theoretische Grundlagen zu Ungleichheit, Bildung und Integration

Extract

← 28 | 29 → 2Theoretische Grundlagen zu Ungleichheit, Bildung und Integration

2.1  Ungleiche Lebensbedingungen

Die weltweiten Entwicklungen im Zusammenhang mit der Globalisierung führen dazu, dass die Zuwanderung in den Städten immer mehr zunimmt. Die Städte gelten als Magnete der Migration. Das bringt mit sich, dass die Stadtgesellschaften immer heterogener und multikultureller werden. Aber nicht nur die ethnisch-kulturelle Heterogenisierung nimmt zu, sondern auch die sozio-kulturelle Homogenisierung. Heitmeyer, Dollase und Backes sprechen von einer „Homogenisierung von Stadtvierteln, die im Endergebnis zu einer Heterogenisierung der Gesamtstadt führt“ (Heitmeyer/ Dollase/ Backes 1998b, S. 9). Diese ist unter anderem durch eine Pluralisierung der Lebensstile, eine größere Heterogenität der Zuwanderung und eine veränderte Beschäftigungsstruktur bedingt. Der Strukturwandel von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft führt einerseits zu Wohlstand, andererseits zu Arbeitslosigkeit, Armut und sozialer Ausgrenzung und teilt somit die Städte in „Gewinner“ oder „Verlierer“ dieser Entwicklung auf. Es entsteht eine neue Qualität im Ausmaß und in der Form sozialer Ungleichheit, die oft mit dem Begriff der Exklusion zusammengebracht wird. Häußermann, Kronauer und Siebel sprechen von einer „Spaltung der Gesellschaft in ein ,Drinnen‘ und ein ,Draußen‘“ (Häußermann/ Kronauer/ Siebel 2004b, S. 7), in Zugehörige und Ausgegrenzte.

Inzwischen scheint es soziale Gruppen zu geben, die weder nach Klassen – oder Schicht – noch nach Milieumerkmalen in das soziale Gefüge einzuordnen sind, sondern stattdessen einen Platz als Aussortierte und / oder Überflüssige einnehmen […]. Exklusion deutet auf Gruppen von Menschen hin,...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.