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Genderkompetenzen

Ausgewählte interdisziplinäre Beiträge aus Forschung und Lehre an der Universität Leipzig

Series:

Ilse Nagelschmidt and Britta Borrego

Der Sammelband bietet Studierenden und Absolvent_innen aller Fachrichtungen, aber auch Leser_innen außerakademischer Einrichtungen ein geeignetes Lehrmaterial sowie einen Einblick in die interdisziplinären Forschungsperspektiven der Geschlechterstudien. Er gründet sich dabei auf ausgewählte Lehr- und Forschungsbeiträge des an der Universität Leipzig veranstalteten Schlüsselqualifikationsmoduls 23 «Genderkompetenzen» des Zentrums für Frauen- und Geschlechterforschung aus den Jahren 2011–2014. Die Aufsätze veranschaulichen dabei den breiten Anwendungsbereich der Geschlechterforschung über die folgenden Schwerpunkte: Geistes- und Sozialwissenschaften, Psychologie, Sport- und Wirtschaftswissenschaften sowie Psychologie und Medizin.
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Sport und Geschlecht – Sportwissenschaftliche Perspektiven der Geschlechterforschung

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Sex and gender segregation in sports becomes manifested in the use of gender as rating category in competition sports, in present deficits in female participation in Olympic sports, as well as in the low representation of women in executive positions in sports.

Geschlechterforschung in den Sportwissenschaften

Der Frage, wie in sportbezogenen Kontexten Geschlecht als soziale Strukturkategorie in Erscheinung tritt, wird in der Sportwissenschaft erst seit relativ kurzer Zeit nachgegangen. Seit Beginn der 1980er Jahre waren es zunächst primär soziologische und historische Analysen, die aus der Perspektive der Frauenforschung Geschlechterverhältnisse im Sport thematisierten und analysierten, welche sozialen Strukturen und sozialen Prozesse geschlechtsbezogene soziale Ungleichheiten hervorbringen. Daneben entstanden feministisch orientierte Studien zur Sportpraxis insbesondere im schulischen Bereich. Stand Ende der 1980er Jahre der Differenzansatz im Vordergrund, wurden Ende der 1990er Jahre stärker konstruktivistische Aspekte betont. Die Veränderung von Forschungsperspektiven spiegelte sich auch in der 2004 erfolgten Umbenennung der 1991 gegründeten Kommission „Frauenforschung“ der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs) in „Geschlechterforschung“ wider. Mittlerweile ist ein breiteres Spektrum sportbezogener Handlungsfelder Gegenstand der Forschung, wenngleich noch heute eine eingeschränkte Multidisziplinarität zu konstatieren ist.1

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