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Drachen und Rad

Gesammelte Beiträge zur mährischen Geschichte

Edited By Hellmuth Kiowsky

Drachen und Rad, das Wahrzeichen von Brünn, stehen hier stellvertretend für Mährens reiche Geschichte, die in diesem Buch ebenso belehrend wie unterhaltend dem Leser nahe gebracht wird. Die einzelnen Kapitel sind lose angereiht und bilden so eine bunte Palette an Informationen, die nicht nur geschichtlich fundiert ist, sondern auch zum Schmunzeln wie zur Besinnlichkeit anregen will. Angesichts der Tatsache, dass es nur noch wenige Zeitzeugen einer deutschen Vergangenheit in Brünn und Mähren gibt, dient das Buch auch der Erinnerung an lange vergangene Zeiten.
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Die Festung Spielberg

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Die ehemalige Festung liegt auf einem Berg oberhalb der Altstadt von Brünn. Sie wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts angelegt und machte im Laufe der Jahrhunderte einige Wandlungen durch. Anfangs war es eine Burg im gotischen Stil der böhmischen Könige und Sitz des mährischen Markgrafen. Mitte des 17. Jahrhunderts erwuchs daraus eine mächtige Barockfestung. Mitte des 18. Jahrhunderts bildete sie zusammen mit der nicht minder befestigten Stadt Brünn das bedeutendste Bollwerk in Mähren.

Die 1742 fertiggestellten Kasematten waren ein wichtiger Schritt im Ausbau zur Festung. Sie sollten als Unterstand für ein 1200 Mann starkes Corps dienen. Im Jahr 1783 wurde auf Beschluss Kaiser Josef II., im Zuge der Reform des Gefängniswesens, dort ein Gefängnis für die gefährlichsten und schlimmsten Verbrecher eingerichtet. 1785 wurde auch der südliche Teil der Kasematten in ein Gefängnis umgebaut, der sogenannte Leopoldinische Trakt.

Nach Zerstörung wichtiger Festungsteile durch das abziehende napoleonische Heer im Jahr 1809, verlor die Festung ihre militärische Bedeutung, worauf 1820 die Aufgabe erfolgte. Die gesamte Festung Spielberg wurde zu einem zivilen Gefängnis, welches Franz Joseph I. 1855 wieder aufhob. Weitere hundert Jahre war die Festung wiederum Kaserne und Militärgefängnis.

Der Brunnen der Burg hat mittelalterlichen Ursprung. Im Jahr 1716 wurde seine ursprüngliche Tiefe von 39 Metern auf 112 vergrößert, so dass der Grund unter dem Wasserspiegel des Flusses Schwarza in Alt-Br...

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