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Drachen und Rad

Gesammelte Beiträge zur mährischen Geschichte

Hellmuth Kiowsky

Drachen und Rad, das Wahrzeichen von Brünn, stehen hier stellvertretend für Mährens reiche Geschichte, die in diesem Buch ebenso belehrend wie unterhaltend dem Leser nahe gebracht wird. Die einzelnen Kapitel sind lose angereiht und bilden so eine bunte Palette an Informationen, die nicht nur geschichtlich fundiert ist, sondern auch zum Schmunzeln wie zur Besinnlichkeit anregen will. Angesichts der Tatsache, dass es nur noch wenige Zeitzeugen einer deutschen Vergangenheit in Brünn und Mähren gibt, dient das Buch auch der Erinnerung an lange vergangene Zeiten.
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Ein Kapitel Zeitungsgeschichte aus Brünn

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Mit dem Lebensweg der Deutschen unserer Generation, die in Brünn und Mähren groß wurden, ist der Name Rohrer ein Begriff, und dass der „Tagesbote“ mehr war als eine der üblichen Zeitungen, das braucht in diesem Zusammenhang nicht erst bewiesen zu werden.

Es war das deutsche Blatt der mährischen Landeshauptstadt, das sich in hervorragendem Maße um das Wohl der mährischen Deutschen bemühte und in anerkannter Weise für die Rechte aller wirkte und dies in einer wahrhaft noblen Art und Weise tat, die gleichermaßen in ihren Mitteln gekonnt wie sachlich fundiert war. Gute Journalisten bauten die Zeitung zusammen, und anerkannte Größen des geistigen Lebens im ganzen deutschen Sprachraum zählten zu ihren Mitarbeitern.

Das Blatt, das täglich zweimal erschien, hieß nach dem Umsturz 1918 Tagesbote. Früher, nämlich seit dem April 1900, hieß es „Tagesbote aus Mähren und Schlesien“. Das mit dem Schlesien war nicht ganz so einfach und konnte erst nach langen Verlagsverhandlungen und Auseinandersetzungen erreicht werden.

Der Name des Blattes war ab Neujahr 1869: „Tagesbote aus Mähren“. Der verdienstvolle Verleger Rudolf Rohrer schuf die Voraussetzungen für eine Verbreitung in Schlesien. Der Ursprung dieses weit verbreiteten und angesehenen „Tagesboten“ geht auf ein ganz kümmerliches Blättchen zurück, das der Brünner Zuckerbäcker und Gelegenheitsdichter Friedrich Wilhelm Goldbach am 23.11. 1850 zum ersten Mal – und das in einer Auflage von 500 Stück – herausbrachte.

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