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Drachen und Rad

Gesammelte Beiträge zur mährischen Geschichte

Edited By Hellmuth Kiowsky

Drachen und Rad, das Wahrzeichen von Brünn, stehen hier stellvertretend für Mährens reiche Geschichte, die in diesem Buch ebenso belehrend wie unterhaltend dem Leser nahe gebracht wird. Die einzelnen Kapitel sind lose angereiht und bilden so eine bunte Palette an Informationen, die nicht nur geschichtlich fundiert ist, sondern auch zum Schmunzeln wie zur Besinnlichkeit anregen will. Angesichts der Tatsache, dass es nur noch wenige Zeitzeugen einer deutschen Vergangenheit in Brünn und Mähren gibt, dient das Buch auch der Erinnerung an lange vergangene Zeiten.
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Um den Nachlass von Maria Jeritza

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Fast vierzig Jahre musste die letzte Komposition von Richard Strauß auf eine erste Aufführung warten. Das Lied „Malven“ konnte erst jetzt (1985) in New York aufgeführt werden. Nachdem es Strauß am 23. 11. 1948 in Montreux niedergeschrieben und an Maria Jeritza geschickt hatte, blieb es verschwunden.

Sie hat nie erlaubt, dass das Lied aufgeführt, kopiert oder auch nur einem Musikforscher zugänglich gemacht wurde. Es ist in keiner Strauß-Biographie erwähnt. Während der vielen Jahre, die sie den Komponisten überlebte, er starb 1949 in Garmisch, sie 1982 mit 94 Jahren in ihrem Haus in Amerika, hielt sie das Manuskript unerbittlich hinter Schloss und Riegel. Erst im September 1984 wurde die oft gerüchteweise gemunkelte Existenz des Manuskritptes bestätigt.

Das Manuskript wurde durch das Auktionshaus Sotheby in New York im Auftrag des Jeritza-Nachlasses versteigert. Es brachte nach einem lebhaften Konkurrenzkampf den Betrag von 60‘000 Dollar. Viele machten ihr Angebot im Laufe der Versteigerung, bis endlich der Auktionär zögernd zuschlug und mitteilte: „Das Telefon ist der Gewinner“. Ein mysteriöser Käufer hatte das Manuskript erworben.

Für eine seiner philharmonischen Konzerte in New York hatte der Dirigent Mehta schon lange ein Programm angekündigt und als Überraschung fügte er im letzten Augenblick die Uraufführung des Liedes „Malven“ hinzu. Mehta hat inzwischen die Identität des mysteriösen Käufers herausgefunden, es war Frederick Koch, der das Manuskript für eine seiner Stiftungen...

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