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Drachen und Rad

Gesammelte Beiträge zur mährischen Geschichte

Edited By Hellmuth Kiowsky

Drachen und Rad, das Wahrzeichen von Brünn, stehen hier stellvertretend für Mährens reiche Geschichte, die in diesem Buch ebenso belehrend wie unterhaltend dem Leser nahe gebracht wird. Die einzelnen Kapitel sind lose angereiht und bilden so eine bunte Palette an Informationen, die nicht nur geschichtlich fundiert ist, sondern auch zum Schmunzeln wie zur Besinnlichkeit anregen will. Angesichts der Tatsache, dass es nur noch wenige Zeitzeugen einer deutschen Vergangenheit in Brünn und Mähren gibt, dient das Buch auch der Erinnerung an lange vergangene Zeiten.
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Zur Geschichte der Brünner jüdischen Kultusgemeinde

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Es muss ein langer Weg zurückgelegt werden, wollen wir von den Anfängen einer Ansiedlung der Juden in Brünn bis auf die Gründung des Brünner Jüdischen Kultusvereins 1855 sprechen.

Die Statuten des Vereins wurden an dem angeführten Zeitpunkt Provisorisch bestätigt. Welch einen Aufschwung die Judengemeinde seit jener Zeit genommen hat, ergibt sich daraus, dass sie im Jahr 1922 über zehntausend Personen zählte und Brünn damit an der vierten Stelle der größten Judengemeinden der Tschechoslowakei stand.

Auch die Geschichte der Juden in Kremsier enthält manche wichtige Notiz. Von einem jüdischen Gemeinwesen in Brünn hört man schon im 13. Jahrhundert. Ottokar II. regelte 1263 die Rechtsverhältnisse der Judenschaft zur christlichen Bevölkerung durch sein bekanntes Privilegium. Doch schon 30 Jahre vor dem Privileg hatten die Juden in Brünn eine enge Gasse, die untere Judengasse, unterhalb des Spielbergs. Die blühende Gemeinde wurde durch die Vertreibung der Juden aus Brünn 1454 vernichtet. Ihr Bethaus befand sich damals gegenüber der Kirche St. Magdalena in der jetzigen Masarykstraße. Viel zu leiden hatten die Juden Brünns durch die Predigten des Franziskaners Capistrano, an den die steinerne Kanzel am Dom erinnert.

Schon im Jahre 1352 wird zum erstenmal die Judengasse, platea Judeorum, genannt. Im Jahre 1508 wurde das Judentor, das einzige, das unter den Toren Brünns ein wahres Kunstwerk genannt werden kann, neu aufgebaut. Eine Schilderung dieses Kunstwerks...

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