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Drachen und Rad

Gesammelte Beiträge zur mährischen Geschichte

Edited By Hellmuth Kiowsky

Drachen und Rad, das Wahrzeichen von Brünn, stehen hier stellvertretend für Mährens reiche Geschichte, die in diesem Buch ebenso belehrend wie unterhaltend dem Leser nahe gebracht wird. Die einzelnen Kapitel sind lose angereiht und bilden so eine bunte Palette an Informationen, die nicht nur geschichtlich fundiert ist, sondern auch zum Schmunzeln wie zur Besinnlichkeit anregen will. Angesichts der Tatsache, dass es nur noch wenige Zeitzeugen einer deutschen Vergangenheit in Brünn und Mähren gibt, dient das Buch auch der Erinnerung an lange vergangene Zeiten.
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Geschichte

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Wenn man der Entstehung der Stadt Brünn nachgeht, gerät man in die Ur-und Frühgeschichte, zu den Anfängen menschlicher Tätigkeit und Kunst. Die archäologischen Funde lassen erkennen, dass im mährischen Raum bereits vor 100 000 Jahren Menschen gelebt haben. Ein Schädel des Neandertalers aus der Schipka-Höhle bei Stramberg in Mähren konnte das beweisen. In Dolní Vestonice, (Unter-Wisternitz), 35 km vor Brünn, entdeckte man eine Station des Cromagnon-Menschen im Aurignacien, datiert vor 26 000 Jahren. In der Umgebung zeugen die Bärenhöhlen im Felsen von Stránská Skála, wo heute die Hallen des Traktorwerkes Zetor sind, vom Aufenthalt der ältesten Bewohner. Andere prähistorische Orte in der Umgebung wie die Grotten Pekárna und Byci Skála zeigen Beweise der urzeitlichen Kunst. Erinnert sei an die altslawische Siedlung Staré Zámky beim heutigen Stadtteil Lišeñ (Lösch).

Um Christi Geburt war das Gebiet von der Mündung der Weichsel bis ans Schwarze Meer unter germanischem Einfluss. Erst um 600 n. Chr. wanderten slawische Stämme weit nach Westen bis an die Elbe, Saale und dem Böhmerwald. Nach dem ersten Jahrtausend erfolgte der erste Vorstoß der deutschen Siedler nach Osten. Die deutsche Siedlerwelle im 18. Jahrhundert, die nach Galizien und Südrussland besonders nach Südosten führte, war die letzte. Viele der Siedler gingen im fremdsprachlichen Gastvolk unter, andere jedoch bewahrten ihre Eigenart.

Die Tschechen tauchten aus der deutschen Siedlerwelle wieder...

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