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Drachen und Rad

Gesammelte Beiträge zur mährischen Geschichte

Edited By Hellmuth Kiowsky

Drachen und Rad, das Wahrzeichen von Brünn, stehen hier stellvertretend für Mährens reiche Geschichte, die in diesem Buch ebenso belehrend wie unterhaltend dem Leser nahe gebracht wird. Die einzelnen Kapitel sind lose angereiht und bilden so eine bunte Palette an Informationen, die nicht nur geschichtlich fundiert ist, sondern auch zum Schmunzeln wie zur Besinnlichkeit anregen will. Angesichts der Tatsache, dass es nur noch wenige Zeitzeugen einer deutschen Vergangenheit in Brünn und Mähren gibt, dient das Buch auch der Erinnerung an lange vergangene Zeiten.
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Altbrünn

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Ehemals eine selbständige Stadt mit eigener Verwaltung und eigenem Rathaus, wahrscheinlich älter als die Stadt Brünn und spätere Vorstadt derselben, weiterhin eingemeindet in sie, teilte der Fluss Schwarza in zwei Ungleichheiten. Schon seit alten Zeiten besorgte eine Brücke die Verbindung der beiden Örtlichkeiten. Bereits 1366 bestand hier eine Brücke, denn in einem Kaufvertrag heißt es: „…circa longum pontem“ (ungefähr bei der langen Brücke). aus dieser Formulierung ist ersichtlich, dass bereits damals diese Brücke eine beachtliche Länge aufwies. Der Altbrünner Bürger Heinrich Fuchs vermachte 1362 zur Vollendung dieses Flussübergangs testamentarisch 30 Schock Prager Groschen. Auch die Brünner Losungsbücher jener Zeit enthalten Aufzeichnungen über Ausgaben für diese Brücke.

Im Jahre 1492 erfolgte wahrscheinlich ein Umbau oder zumindest eine gründliche Auffrischung, das beweist der eingelassene Quaderstein auf der rechten Seite des ersten Brückenpfeilers mit der Inschrift „Hans Track hat das vollpracht 1492“. Auch der spätere Neubau im Jahre 1725 mit der Inschrift: „Carl I. (IV.) 1725…“ ist nachgewiesen.

Nach diesem letzten Umbau verblieb die Brücke bis zum Februar 1932, dann wurde sie dem inzwischen angestiegenen Verkehr entsprechend verbreitert. Aus der Zeit um 1725 dürften wahrscheinlich auch die Statuen stammen, die einst die Brücke zierten. Unter ihnen waren die Statuen des hl. Johann von Nepomuk, des hl. Franz Seraphikus, ferner der gekreuzigte Heiland und schließlich die Statue der schmerzhaften Mutter Gottes (Pietà). Diese Statue...

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