Show Less
Restricted access

Drachen und Rad

Gesammelte Beiträge zur mährischen Geschichte

Edited By Hellmuth Kiowsky

Drachen und Rad, das Wahrzeichen von Brünn, stehen hier stellvertretend für Mährens reiche Geschichte, die in diesem Buch ebenso belehrend wie unterhaltend dem Leser nahe gebracht wird. Die einzelnen Kapitel sind lose angereiht und bilden so eine bunte Palette an Informationen, die nicht nur geschichtlich fundiert ist, sondern auch zum Schmunzeln wie zur Besinnlichkeit anregen will. Angesichts der Tatsache, dass es nur noch wenige Zeitzeugen einer deutschen Vergangenheit in Brünn und Mähren gibt, dient das Buch auch der Erinnerung an lange vergangene Zeiten.
Show Summary Details
Restricted access

Unterwegs in der Brünner Sprachinsel und in Mödritz

Extract



Der bedeutendste Ort unter den zehn Dörfern und einem Marktflecken, welche die Brünner Sprachinsel bildeten und heute meist der Stadt einverleibt sind, ist Mödritz.

Unsere Fahrt führt an dem einstigen Chirlitzer Gutshof vorbei (östlich von Mödritz), wo am 18. Februar 1838 der Sohn des damaligen Verwalters der berühmte Physiker Ernst Mach das Licht der Welt erblickte. Das bischöfliche Schloss steht nicht mehr. An seiner Stelle erhebt sich ein modernes, mehrstöckiges Gebäude, in dem geistig und körperlich behinderte Menschen untergebracht sind. Nur die barocke Hofeinfahrt mit dem bischöflichen Wappen erinnert noch an diese Zeit, wo Chirlitz Eigentum der Olmützer Bischöfe war.

Heute ist das Dorf und der spätere Marktflecken Mödritz, dessen altes Amtssiegel einen Eichenzweig und die Umschrift „Sigulum judicum Medricz“ trug, ein Bestandteil von Brünn und mit ihm durch einen städtischen, in kurzen Intervallen verkehrenden Autobus verbunden.

In Mödritz gibt es heute eine moderne Reinigungsanstalt, Ziegelei, Korkfabrik. Immer ist jedoch noch die Landwirtschaft und die Verarbeitung ihrer Erzeugnisse der Haupterwerb der Bevölkerung. Die landwirtschaftliche Hochschule hat hier ihre Versuchsfelder. Im Jahr 1985 hatte die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft hier ihren Sitz und zeichnete sich besonders durch den Anbau von Gemüse aus, das in der Konservenfabrik „Fruta“ gleich weiterverarbeitet wurde.

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.