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Drachen und Rad

Gesammelte Beiträge zur mährischen Geschichte

Hellmuth Kiowsky

Drachen und Rad, das Wahrzeichen von Brünn, stehen hier stellvertretend für Mährens reiche Geschichte, die in diesem Buch ebenso belehrend wie unterhaltend dem Leser nahe gebracht wird. Die einzelnen Kapitel sind lose angereiht und bilden so eine bunte Palette an Informationen, die nicht nur geschichtlich fundiert ist, sondern auch zum Schmunzeln wie zur Besinnlichkeit anregen will. Angesichts der Tatsache, dass es nur noch wenige Zeitzeugen einer deutschen Vergangenheit in Brünn und Mähren gibt, dient das Buch auch der Erinnerung an lange vergangene Zeiten.
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Aus der mährischen Siedlungsgeschichte

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Oberhalb des Zusammenflusses von Zwitta und Schwarza, im Zentrum der mährischen Metropole Brünn, erheben sich zwei Berge. Den niedrigeren schmückt der imposante Bau des Petersdomes. Der höhere ist der bekannte Spielberg mit der, in späteren Jahren in ein berüchtigtes Gefängnis umgewandelten markgräflichen Burg.

Durch das an diesen beiden Bergen vorbeiführende Tal verlief bereits in älteren Zeiten ein Handelsweg, der die Donauländer mit dem baltischen Meer verband. Auf ihr wurde das von den Römern geschätzte Bernstein transportiert. Zahllose Funde längs dieser Straße weisen auf eine fortgehende Besiedlung der hiesigen Gegend durch alle Perioden der Steinzeit bis zur Bronze-und Eisenzeit, bis zu den Kelten und Germanen hin.

In den ersten nachchristlichen Jahrhunderten war Mähren von dem germanischen Stamm der Quaden bewohnt, die hier eine große Zahl von Gemeinwesen, darunter auch das von Ptolemäus im 2. Jahrhndert n. Chr. erwähnte Eburodonum, aufbauten. Es wird vermutet, dass sich dieser Ort in der Gegend der heutigen Stadt Brünn befand.

Gerade der durch die geografischen Verhältnisse Mährens gegebene Naturkorridor bedingte, dass wir aus jener Zeit weitaus mehr Angaben über Mähren als über die benachbarten Gebiete, wie etwa über Böhmen, haben. Tacitus stellte in seiner „Germania“ fest, dass hier der Herzynische Wald verlaufe. Bei Plinius finden wir die Erwähnung des Flusses Marus – March, sowie den Vermerk über einen römischen Ritter, der während der...

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