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Aktuelle Tendenzen in der Gegenwartsgermanistik

Symposium ungarischer Nachwuchsgermanisten

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Edited By Tamás Kispál and Judit Szabó

Seit den 1990er-Jahren werden regelmäßig Tagungen für junge Germanisten unter der Schirmherrschaft der Gesellschaft ungarischer Germanisten organisiert. Der Band umfasst ausgewählte Aufsätze der ReferentInnen der Tagung von Nachwuchswissenschaftlern aus dem Jahr 2013. Die Veranstaltung mit dem Titel Aktuelle Tendenzen in der Gegenwartsgermanistik fand an der Universität Szeged statt. Die sprachwissenschaftlichen Beiträge behandeln grammatische, metaphorische und aktuelle lexikologische Fragestellungen. Bei den literaturwissenschaftlichen Beiträgen liegt der Schwerpunkt auf Gattungstheorie, Narratologie, Ideologie und Kultur.
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Temporaladverbiale und Tempusverwendung in zukunftsbezogenen Sätzen: Eszter Kukorelli

1Einleitung

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Eszter KukorelliBudapest

Temporaladverbiale und Tempusverwendung in zukunftsbezogenen Sätzen

Das Deutsche verfügt zwar über ein analytisches Futurtempus zur Versprachlichung zukünftiger Zeitreferenz, das einfache Präsens kann aber auch Zukunftsbezug haben und stellt dadurch einen starken Konkurrenten zum analytischen Futur dar. Aus dem Nebeneinander von Präsens und werden + Infinitiv zum Ausdruck von Zukünftigem ergibt sich die Frage, welche Faktoren die Tempuswahl motivieren, beeinflussen oder einschränken.1 Verbreitet ist die Annahme, dass das Präsens nur zusammen mit einem zukunftsbezogenen Temporaladverbial die Zukunftsbedeutung zum Ausdruck bringen kann (vgl. u.a. Dudengrammatik 2005: 516, Hacke 2009: 21 und Welke 2005: 427f.).

Die Bezeichnung Temporaladverbial2 bezieht sich auf sprachliche Elemente mit temporaler Bedeutung, deren Funktion hauptsächlich in der „Konkretisierung und weitere[n] Spezifikation der durch Tempus signalisierten Relationen“ (Pittner 1996: 76) liegt, wodurch sie „bei der zeitlichen Einordnung von Ereignissen mit dem Tempussystem zusammen[wirken]“ (ebd.). Die Analyse von Temporaladverbialen ist insofern notwendig, als dass sie für die temporale Fixierung eines Ereignisses verantwortlich sein können. Manchmal wird den Adverbialen eine wichtigere Rolle beigemessen als den Tempora selbst. Nach Radtke (1997) erfolgt die Lokalisierung der Zeit „keineswegs durch die Tempuskategorien […], sondern durch Temporalangaben oder den Kontext. Tempora [leisten; E.K.] keine Lokalisierung im Zeitraum, sondern eine Orientierung. Mit anderen Worten, Tempora sind keine ›Wegmarken‹, sondern ›Wegweiser‹“ (Radtke 1997: 136). ← 13 | 14 →

Im vorliegenden Beitrag wird die Frage thematisiert, ob die Temporaladverbiale – aufgrund ihrer Eigenschaft, temporale Informationen zu vermitteln – einen Einfluss auf...

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