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Aktuelle Tendenzen in der Gegenwartsgermanistik

Symposium ungarischer Nachwuchsgermanisten

Series:

Tamás Kispál and Judit Szabó

Seit den 1990er-Jahren werden regelmäßig Tagungen für junge Germanisten unter der Schirmherrschaft der Gesellschaft ungarischer Germanisten organisiert. Der Band umfasst ausgewählte Aufsätze der ReferentInnen der Tagung von Nachwuchswissenschaftlern aus dem Jahr 2013. Die Veranstaltung mit dem Titel Aktuelle Tendenzen in der Gegenwartsgermanistik fand an der Universität Szeged statt. Die sprachwissenschaftlichen Beiträge behandeln grammatische, metaphorische und aktuelle lexikologische Fragestellungen. Bei den literaturwissenschaftlichen Beiträgen liegt der Schwerpunkt auf Gattungstheorie, Narratologie, Ideologie und Kultur.
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Ereignis-Metonymien im Licht kontrastiver Daten: Máté Tóth

1Problemstellung

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Máté TóthDebrecen

EREIGNIS-Metonymien im Licht kontrastiver Daten1

Die holistische kognitive Linguistik betrachtet die Metonymie als einen kognitiven Prozess, während dessen eine konzeptuelle Entität, die sog. Quelle (der sog. Ursprung) zu einer anderen konzeptuellen Entität, zum sog. Ziel, einen mentalen Zugang gewährt, wobei die Quellenentität und die Zielentität Bestandteile desselben Idealisierten Kognitiven Modells (IKM) sind: „Metonymy is a cognitive process in which one conceptual entity, the vehicle [source], provides mental access to another conceptual entity, the target, within the same idealized cognitive model“ [Hervorhebung von mir, M. T.] (Radden/Kövecses 1999: 21).

Um diese Definition besser interpretieren zu können, lohnt es sich, uns näher anzusehen, was unter mentalem Zugang bzw. IKM verstanden wird. Im Ansatz von Langacker (1993, 1999) dient der metonymische Ausdruck als Referenzpunkt, d.h. als Anknüpfungspunkt an verschiedene mentale Inhalte: „The entity that is normally designated by a metonymic expression serves as a reference point affording mental access to the desired target (that is, the entity actually being referred to)“ [Hervorhebung von mir, M.T.] (Langacker 1993: 30). Anders gesagt, funktioniert der metonymische Ausdruck als Zugang zu bestimmten Wissensstrukturen, innerhalb deren er indirekten mentalen Zugang zur Zielentität gewährt.

Die Wissensstruktur, zu der sowohl die explizit ausgedrückte, als Referenzpunkt funktionierende Ursprungsentität, als auch die zu erreichende, implizit bleibende Zielentität gehören, wird von verschiedenen Autoren unterschiedlich konzipiert und mit verschiedenen Termini bezeichnet, wie zum Beispiel „Domäne...

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