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Die materiellrechtliche und kollisionsrechtliche Einordnung des Schiedsrichtervertrages

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Annekathrin Holzberger

Das Buch befasst sich mit der durch die zunehmende Internationalisierung gewachsenen Bedeutung der Schiedsgerichtsbarkeit und den sich dadurch häufenden geschlossenen Schiedsrichterverträgen. Es zeigt auf, wie Schiedsrichterverträge kollisionsrechtlich nach der Rom I-VO anzuknüpfen sind. Bei Fehlen einer Rechtswahl ist allein entscheidend, zu welchem Recht welchen Staates der Vertrag die engste Verbindung hat. Gerade im praxisrelevanten Fall des Dreierschiedsgerichts ergeben sich für die dort geschlossenen Schiedsrichterverträge eine Reihe möglicher Anknüpfungspunkte, die in dieser Arbeit untersucht werden.
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§ 2. Der Schiedsrichtervertrag – ein historischer Überblick

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Das umstrittene Verhältnis zwischen den streitenden Parteien und dem Schiedsrichter ist nicht allein ein Phänomen unserer heutigen Zeit. Die Ursprünge lassen sich im Römischen Recht verorten. Dieses dient als Ausgangspunkt für ein besseres Verständnis des Verhältnisses.

A. Schiedsgericht im Römischen Recht

Die ersten geschriebenen Normen, welche das Verhältnis der Parteien zu dem Schiedsrichter geregelt haben, finden sich im klassischen Römischen Recht. Dieses Verhältnis ist im prätorischen Edict, EP Tit. XI § 48, niedergeschrieben: „QUI ARBITRIUM PECUNIA COMPROMISSA RECEPERIT, EUM SENTENTIAM DICERE COGAM“.28 Übersetzt bedeutet dies:

„Wer das Amt des Schiedsrichters unter der Voraussetzung übernommen hat, dass die Schiedsparteien eine Vertragsstrafe vereinbart haben, den werde ich zwingen, einen Schiedsspruch zu fällen.“

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