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Transnationale Produktentwicklungsprozesse in multinationalen Unternehmen

Institutionelle, macht- und organisationstheoretische Einflussfaktoren

Sinje Späth

Die Innovationsfähigkeit von multinationalen Unternehmen basiert zunehmend auf der Vernetzung von Niederlassungen in führenden Fertigungsregionen, Wachstumsmärkten und technologischen Clustern. Mitarbeiter nehmen die Dezentralisierung von Entwicklungskompetenzen jedoch eher mit Resignation als Begeisterung hin. Autonomiebestrebungen, heterogene Arbeits- und Wissensstrukturen und verschiedene soziokulturelle Hintergründe führen zu Konflikten zwischen verteilten Managern und Entwicklern. Diese Studie erklärt die institutionellen, macht- und organisationstheoretischen Ursachen hinter Konflikten in Transnationalisierungsprozessen. Drei Fallstudien geben einen spannenden Einblick in die strategische Aushandlung und operative Umsetzung transnationaler Produktentwicklungsprojekte.
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Vorwort

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Die vorliegende Arbeit ist das Ergebnis eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Forschungsprojekts unter Leitung von Herrn Prof. Dr. Martin Heidenreich an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Das Thema des Forschungsprojekts begeisterte mich damals vor allem wegen meiner eigenen beruflichen Erfahrungen: Direkt vor dem Projekt hatte ich für einen deutschen Automobilzulieferer in Mexiko gearbeitet. Mein Arbeitsplatz befand sich im sogenannten „Olympic Village“ innerhalb des mexikanischen Werks unseres US-amerikanischen Auftraggebers, in Kontakt standen wir jedoch hauptsächlich mit den Mitgliedern dessen britischer Tochter. „Olympic Village“ wurde unsere kleine Bürocontainersiedlung genannt, da hier Zulieferer aus aller Herren Länder ihre temporäre Arbeitsstätte fanden. In der alltäglichen Zusammenarbeit führten unterschiedliche Sprachen, kulturelle und professionelle Gepflogenheiten immer wieder zu Überraschungen. Es sind diese praktischen Erfahrungen, welche mich für die innerhalb eines multinationalen Konzerns präsenten Verständnis-, Wissens- und auch Interessensgrenzen sensibilisierten und mein Interesse an den organisatorischen Bedingungen einer weltweiten Wissensvernetzung weckten.

Ich danke Herrn Prof. Dr. Martin Heidenreich für die Möglichkeit zur Verwirklichung dieses Forschungsinteresses. Martin Heidenreich schaffte mir den finanziellen Rahmen und ließ mir genügend Freiraum, um die halbe Welt zu bereisen und Interviews an Unternehmensstandorten in den USA, Finnland, Schweden, Großbritannien, China und Deutschland zu führen. Während des gesamten Projekts hat er mich in meinem empirischen Vorgehen ermutigt und in fachlichen Diskussionen zum Weiterdenken angeregt. Ein ganz besonderer Dank gebührt hier auch all meinen Interviewpartnern in den befragten...

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