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Die rhetorische Architektur erstinstanzlicher Strafentscheidungen

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Lewis Atholl Johnston

Das Buch betont die Bedeutung der Rhetorik für die Rechtsprechung und zeigt auf, dass sich die in juristischen Entscheidungen verwendete Argumentationsweise enthymematisch, also mittels rhetorischer Schlüsse, vollzieht. Früheren Studien zufolge sind in zahlreichen verfassungs- und verwaltungsgerichtlichen Entscheidungen neben dem den Verstand ansprechenden Logos das emotive Pathos und das sozialcharakterliche Ethos vorhanden. Der Autor unterzieht amtsgerichtliche Strafentscheidungen einer rhetorischen Analyse, um aufzudecken, dass auch Strafrichter alle Wirkmittel der Rhetorik kunstvoll einzusetzen verstehen. Er kategorisiert und visualisiert die Argumentation der Entscheidungen und untersucht das Verhältnis von Logos und Pathos, um zu ermitteln, ob sich zuvor beobachtete Zusammenhänge zwischen diesen beiden rhetorischen Aspekten auch für die Strafgerichtsbarkeit bestätigen lassen.
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C. Die Rhetorische Rechtstheorie

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C.  Die Rhetorische Rechtstheorie

„Ohne sonderliche Parteinahme kann man die Rückkehr der Rhetorik an ihren geistesgeschichtlich angestammten Platz in der okzidentalen Geistigkeit als eines der hervorragendsten intellektuellen Ereignisse unserer Zeit betrachten.“

— OTTMAR BALLWEG

Die Rhetorische Rechtstheorie, die auch dieser Arbeit als Idee und Anstoß zugrunde liegt, ist kein Produkt eines einzelnen Geistes oder Werkes, sondern ein Konglomerat aus vielen Ansätzen im Umfeld der Idee eines topisch-rhetorischen Rechts. Um diese zu verstehen, um zu verstehen, wohin sie führt, muss zunächst erläutert werden, woher sie kommt.

I.   Entwicklung einer Idee

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