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Die rhetorische Architektur erstinstanzlicher Strafentscheidungen

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Lewis Atholl Johnston

Das Buch betont die Bedeutung der Rhetorik für die Rechtsprechung und zeigt auf, dass sich die in juristischen Entscheidungen verwendete Argumentationsweise enthymematisch, also mittels rhetorischer Schlüsse, vollzieht. Früheren Studien zufolge sind in zahlreichen verfassungs- und verwaltungsgerichtlichen Entscheidungen neben dem den Verstand ansprechenden Logos das emotive Pathos und das sozialcharakterliche Ethos vorhanden. Der Autor unterzieht amtsgerichtliche Strafentscheidungen einer rhetorischen Analyse, um aufzudecken, dass auch Strafrichter alle Wirkmittel der Rhetorik kunstvoll einzusetzen verstehen. Er kategorisiert und visualisiert die Argumentation der Entscheidungen und untersucht das Verhältnis von Logos und Pathos, um zu ermitteln, ob sich zuvor beobachtete Zusammenhänge zwischen diesen beiden rhetorischen Aspekten auch für die Strafgerichtsbarkeit bestätigen lassen.
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D. Methodik der rhetorischen Textanalyse

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D.  Methodik der rhetorischen Textanalyse

„Jeder Zweifel ist die Forderung nach einer Methode.“

— JOSÉ ORTEGA Y GASSET

I.   Entwicklung und Fluss

Die Textanalyse aus rhetorischem Blickwinkel gründet, wie im vorhergehenden Kapitel bereits stellenweise angedeutet, auf einigen erläuterungsbedürftigen Prämissen, die im Folgenden knapp entwickelt werden sollen, ehe die auf diesen Prämissen fußende Methode vorgestellt werden kann.

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