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Deutsche Romantik

Transformationen und Transgressionen

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Edited By Katerina Karakassi, Stefan Lindinger and Mark Michalski

Dieser Band vereinigt Beiträge zur Deutschen Romantik, zu ihren vielfältigen Transformationen und transgressiven Adaptionen. Auf der einen Seite werden einzelne Aspekte der Philosophie und der Literatur der Früh- und Spätromantik beleuchtet, auf der anderen Seite wird anhand von Fallstudien der andauernden Wirkkraft der Romantik im 20. Jahrhundert bis heute nachgespürt. Dabei kommen auch einige bisher weniger beachtete deutsch-griechische Interaktionen im Rahmen der romantischen Bewegung zur Sprache. Unter anderem werden Werke von Schleiermacher, den Brüdern Schlegel, Novalis, Varnhagen, Brentano, Eichendorff, Uhland, Goethe, Jean Paul, E.T.A. Hoffmann, Klingemann, Heine, Broch, Krausser, Seiler, Solomos, Kavafis und Marschner behandelt.
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Reflexionen und Widerspiegelungen. Von der Früh- zur Spätromantik

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In contrast to Herder and Schiller, the early romantics considered the concept of reflection an integral part of the Theory of Irony. Irony itself, however, was at the time still contributing to the self-affirmation of the subject. In late Romanticism, the motive of reflection all of a sudden takes on an uncanny character. The subject, perceiving the mirror image of his doppelganger, is threatened by the loss of his identity. In order to explain this development from Schlegel to E.T.A. Hoffmann, reference is made to the work of Jean Paul as well as Jacobi’s influence on the latter.

[…] Und da überfiel mich eine der sonderbarsten Ahndungen. Ich sah nämlich, nicht mit den Augen des Leibes, sondern des Geistes, mich mir selbst, denselben Weg, zu Pferde wieder entgegen kommen, und zwar in einem Kleide, wie ich es nie getragen: es war hechtgrau mit etwas Gold. Sobald ich mich aus diesem Traum aufschüttelte, war die Gestalt ganz hinweg. Sonderbar ist es jedoch, daß ich nach acht Jahren, in dem Kleide, das mir geträumt hatte, und das ich nicht aus Wahl, sondern aus Zufall gerade trug, mich auf demselben Wege fand […]. (Goethe, IX, 500)

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