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Deutsche Romantik

Transformationen und Transgressionen

Series:

Katerina Karakassi, Stefan Lindinger and Mark Michalski

Dieser Band vereinigt Beiträge zur Deutschen Romantik, zu ihren vielfältigen Transformationen und transgressiven Adaptionen. Auf der einen Seite werden einzelne Aspekte der Philosophie und der Literatur der Früh- und Spätromantik beleuchtet, auf der anderen Seite wird anhand von Fallstudien der andauernden Wirkkraft der Romantik im 20. Jahrhundert bis heute nachgespürt. Dabei kommen auch einige bisher weniger beachtete deutsch-griechische Interaktionen im Rahmen der romantischen Bewegung zur Sprache. Unter anderem werden Werke von Schleiermacher, den Brüdern Schlegel, Novalis, Varnhagen, Brentano, Eichendorff, Uhland, Goethe, Jean Paul, E.T.A. Hoffmann, Klingemann, Heine, Broch, Krausser, Seiler, Solomos, Kavafis und Marschner behandelt.
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Körperlichkeit in Friedrich Schlegels Lucinde

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The material manifestations of the body imminent in Friedrich Schlegel’s Lucinde contain references to political and socio-cultural dimensions, which should be discussed from the point of view of feminist literary theory. Even though Schlegel’s aesthetics of the body and of femininity have been criticized for having only seemingly emancipatory character, it is claimed that his philosophy still constituted an important influence on the early women’s movement, as various emancipatory experiments were clearly inspired by social and political aspects of the female body.

Friedrich Schlegels 1799 veröffentlichtes Werk Lucinde2 verursachte großen Aufruhr nicht nur wegen der „‚reizenden Verwirrung‘, die er dort als sein poetologisches Programm geltend zu machen versucht“ (Vékony, 51), sondern auch aufgrund seines Beitrags zur geschlechtsorientierten Debatte, welche das Werk besonders seit den 1960er Jahren erneut unter die Lupe feministisch orientierter literaturwissenschaftlicher Diskussionen gebracht hat (vgl. Cordes). In Anbetracht der Einsicht, dass der unterschiedliche sprachliche Abdruck des Körpers in der Literatur Differenzierungen von intellektuellen, sozialen, psychologischen und epistemologischen Schemata konzeptualisiert hat (vgl. Herwig, 7), ist die Feststellung der Veränderungen des Menschenbildes und noch mehr der Geschlechterrollen, wie sie sich in diesem Schlegelschen Werk manifestieren (z.B. L 12, 15, 18, 22, 25, 26–8, 40, 43–5, 104), von großem Belang. ← 109 | 110 →

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