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CLIL Revisited

Eine kritische Analyse zum gegenwärtigen Stand des bilingualen Sachfachunterrichts

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Edited By Bernd Rüschoff, Julian Sudhoff and Dieter Wolff

CLIL Revisited liefert eine kritische Analyse des als CLIL oder bilingualer Sachfachunterricht bezeichneten Unterrichtskonzepts. Zentrale Fragen, die in der Forschung und in den beteiligten Didaktiken zur Debatte stehen, werden innerhalb des Sammelbands aufgegriffen und mit Hinblick auf den aktuellen Stand der Diskussion reflektiert und aufgearbeitet. Das Buch greift in sechs Kapiteln folgende Schlüsselthemen auf: 1. Stand der Diskussion zur Definition von CLIL. 2. Ausgestaltung von CLIL im öffentlichen Schulwesen. 3. Erwerb sprachlicher Kompetenzen in CLIL-Kontexten. 4. Erwerb sachfachlicher Kompetenzen in CLIL-Kontexten. 5. Gestaltung von Fach- und Sprachunterricht in CLIL-Kontexten. 6. Lehrerausbildung für den CLIL-Unterricht.
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2.2. Bilingualer Unterricht in den weiterführenden Schulen

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Henny Rönneper, Schulministerium NRW Clemens Boppré, Schulministerium NRW

2.2 Bilingualer Unterricht in den weiterführenden Schulen

1 Einleitung

Im Zuge der Internationalisierung des Bildungswesens sind die Förderung der Mehrsprachigkeit, die Intensivierung des Sprachenlernens und die Stärkung des Anwendungsbezugs und der interkulturellen Kompetenzen zu anerkannten Prinzipien der Schulentwicklung geworden und haben auch dem bilingualen Unterricht zu einem rasanten Aufschwung verholfen. Bilingualer Unterricht wird von Schülerinnen, Schülern und Eltern verstärkt nachgefragt und durch die Bildungsverwaltungen der Länder der Bundesrepublik Deutschland (Bundesländer) intensiv gefördert. Auch die Kultusministerkonferenz weist in dem Bericht „Konzepte für den bilingualen Unterricht – Erfahrungsbericht und Vorschläge zur Weiterentwicklung“ auf die wachsende Bedeutung des bilingualen Unterrichts hin (cf. KMK 2013). Damit einher geht ein Paradigmenwechsel von bilingualem Unterricht als einem klassischen Instrument der Begabtenförderung zu einem allgemeinen Bildungsziel. Möglichst viele Schülerinnen und Schüler sollen bilinguale Unterrichtsangebote erhalten, um ihre fremdsprachigen, fachlichen und interkulturellen Kompetenzen intensiv zu entwickeln und sich angemessen auf die Anforderungen der globalisierten Welt vorzubereiten. Diese Entwicklung entspricht auch den Empfehlungen und Entschließungen der Europäischen Kommission und des Europäischen Rates (cf. u. a. Rat der Europäischen Union 2008 und 2011).

Der Begriff Bilingualer Unterricht wird überwiegend im Bildungswesen in Deutschland verwendet und bezeichnet Unterricht in den nicht-sprachlichen Fächern, in dem überwiegend eine Fremdsprache für den fachlichen Diskurs verwendet wird. Die in internationaler Dimension geläufigen Termini CLIL bzw. EMILE finden...

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