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Imaginationen des Endes

Series:

Aneta Jachimowicz, Alina Kuzborska and Dirk H. Steinhoff

Das Ende als eine anthropologische Kategorie und Anschauungsform prägte schon immer die kulturellen Diskurse. Der Band versammelt Beiträge über die verschiedensten Imaginationen des Endes, begonnen mit den Untergangsvisionen der altorientalischen Welt und der Offenbarung des Johannes über die mittelalterlichen Apokalypsen und messianischen Konzepte bis hin zu den Untergangsvorstellungen der Moderne (etwa vom Ende der Geschichte) und den postapokalyptischen Narrationen. Das Ende wird nur selten als ein absolutes aufgefasst. Zumeist soll es zu einem Neuanfang führen, auch wenn sich dieser als Leere erweisen sollte.
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Der Abgrund der Welt in den Königsberger Texten Heinrichs von Kleist

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1. „Wie an einem Abgrund“

In der Kleist-Forschung ist schon längst nachgewiesen, dass Königsberg – „der Berg des Königs“ – eine ganz besondere Stellung im Schicksal und im Werk Heinrichs von Kleist einnimmt. Diese Stellung ist in gewissem Sinne ein Geheimnis, in dem sich viele sichtbare und unsichtbare Fäden kreuzen, die jedoch nicht nur die Gründe für die Tragik des Lebens Kleists erahnen lassen: In diesem Geheimnis zeigen sich die dramatischen Eschatone der Romantik, aber auch die der existenziellen Epistemologie der Kunst im Allgemeinen. Bemerkenswert steht diese Eschatologie im dramatischen Einklang mit der Tragik des historischen Königsbergs, das infolge des Krieges und der Nachkriegseinwirkungen untergegangen ist.

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