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Imaginationen des Endes

Series:

Aneta Jachimowicz, Alina Kuzborska and Dirk H. Steinhoff

Das Ende als eine anthropologische Kategorie und Anschauungsform prägte schon immer die kulturellen Diskurse. Der Band versammelt Beiträge über die verschiedensten Imaginationen des Endes, begonnen mit den Untergangsvisionen der altorientalischen Welt und der Offenbarung des Johannes über die mittelalterlichen Apokalypsen und messianischen Konzepte bis hin zu den Untergangsvorstellungen der Moderne (etwa vom Ende der Geschichte) und den postapokalyptischen Narrationen. Das Ende wird nur selten als ein absolutes aufgefasst. Zumeist soll es zu einem Neuanfang führen, auch wenn sich dieser als Leere erweisen sollte.
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„Ich spüre einen Sog vom Ende her.“ Biographische Bilanz als endlose Reflexionsschleife in Christa Wolfs Stadt der Engel

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1. Einleitung: Gedächtnis und Introspektion

Zumindest bis zu den Feuilleton-Debatten der 1990er Jahre galt Christa Wolf der Öffentlichkeit in Ost und West als Ikone der Wahrhaftigkeit und schonungslosen Selbstreflexion, die sich in autofiktionaler Prosa für andere (nach-)lesbar materialisierte. Das Gedächtnis, das immer auch selbstkritische Sich-Erinnern, bildet nicht nur ein zentrales Motiv in Christa Wolfs Werk, sondern auch den Kern ihrer Poetik der „subjektiven Authentizität“.1

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