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Imaginationen des Endes

Series:

Aneta Jachimowicz, Alina Kuzborska and Dirk H. Steinhoff

Das Ende als eine anthropologische Kategorie und Anschauungsform prägte schon immer die kulturellen Diskurse. Der Band versammelt Beiträge über die verschiedensten Imaginationen des Endes, begonnen mit den Untergangsvisionen der altorientalischen Welt und der Offenbarung des Johannes über die mittelalterlichen Apokalypsen und messianischen Konzepte bis hin zu den Untergangsvorstellungen der Moderne (etwa vom Ende der Geschichte) und den postapokalyptischen Narrationen. Das Ende wird nur selten als ein absolutes aufgefasst. Zumeist soll es zu einem Neuanfang führen, auch wenn sich dieser als Leere erweisen sollte.
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Die Letzten oder die Ersten? Katja Lange-Müllers prospektives Erzählen vom Ende(n)

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Katja Lange-Müllers im Jahr 2000 veröffentlichte Erzählung Die Letzten Aufzeichnungen aus Udo Posbichs Druckerei beginnt wie folgt:

Den Himmel, zu dem ich hochsah, wann immer mir das Wort ‚frei‘ einfiel, verdunkelten an jenem Augustabend vor zwanzig Jahren riesige, schwer auf fußballfeldgroße Flachdächer herabhängende Wolken, in deren Unterseiten, oder sollte ich ‚Wampen‘ sagen, sich Antennen bohrten, Schornsteine stemmten. Nur die fransigen Ränder und ein paar dünnere Segmente der Wolken durchleuchtete krebsrot die sinkende Sonne; mit zusammengekniffenen Augen beobachtete ich das träge, organartige Pulsieren in den glühenden Schwachstellen dieser – vielleicht ja doch an ihren labilen Aggregatzuständen leidenden – Scheinkörper aus nichts als Staubpartikeln und dem ewigen H2O der Pfützen, Bäche, Seen, Meere sämtlicher Länder, der Ozeane aller Kontinente, der Biotope unserer Welt.1

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