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Literatur-Erlebnisse zwischen Mittelalter und Gegenwart

Aktuelle didaktische Konzepte und Reflexionen zur Vermittlung deutschsprachiger Texte

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Edited By Wernfried Hofmeister and Ylva Schwinghammer

Das Buch vereint 16 fachwissenschaftliche und fachdidaktische Beiträge, die rund um die Aktivitäten des Grazer Projektes Arbeitskoffer zu den Steirischen Literaturpfaden des Mittelalters entstanden sind. Führende Forscherinnen und Forscher äußern sich zur mittelalterlichen, aber auch zur modernen deutschsprachigen Literatur. Dabei ist ihr Blick auf einen möglichst erlebnishaften Zugang in der Praxis gerichtet, sei es in universitären, schulischen, musealen oder anderen Zusammenhängen öffentlicher Literaturvermittlung. Geboten werden vor diesem Hintergrund Best Practice-Beispiele sowie noch zu erprobende methodische Ansätze, die offen sind für experimentelle, sowohl den Vermittler/innen von Literatur als auch ihrem Publikum gleichsam unter die Haut gehende Text-Erfahrungen.
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„Na hearns, Sie san ma oba ka Hüf!“: Über die Schulung des poetischen Sinns: Robert Vellusig

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„Na hearns, Sie san ma oba ka Hüf!“

Über die Schulung des poetischen Sinns

Robert Vellusig

Dass der Literaturunterricht zum Erlebnis wird, ist so wünschenswert wie alles, was dazu beiträgt, das Lernen zu fördern. Davon aber soll hier nicht die Rede sein. Ich frage nicht danach, wie sich literarische Texte (der älteren oder der neueren deutschen Literatur) im Unterricht vermitteln lassen, sondern nach dem, was die Texte ihrerseits vermitteln. Mein Thema sind die Erlebnisdimensionen1 der Literatur, d.h. diejenigen Qualitäten, die sich nur in ästhetischer, sachlich uninteressierter Einstellung erfahren lassen. Meine Frage lautet: Wie schult man den Sinn für jenen Sinnbereich,2 der in ästhetischen Sinngebilden Gestalt gewinnt? Das allerdings ist eine voraussetzungsreiche Frage, die alle möglichen weiteren Fragen provoziert. Dementsprechend vorläufig sind die hier entwickelten Überlegungen, die nicht mehr intendieren, als die Bedeutung dieser Frage zur Geltung zu bringen. Sie entwickeln keine Unterrichtskonzepte und sie liefern nicht auch schon das Material, das man in einem ‚Praxiskoffer‘ in den Unterricht tragen könnte.

Ausdrucksverhalten

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